"Was passiert nach Trennung mit der ehelichen Immobilie?"


Trennung
LEITFADEN
ab Trennung bis zur Scheidung

Das rechtliche Schicksal des Familienheims steht ab Trennung zwangsläufig im Mittelpunkt familienrechtlicher Auseinandersetzungen. Ein beim Scheitern der Ehe recht alltäglicher Sachverhalt führt zu einer juristisch komplizierten Gemengelage von schuldrechtlichen, güterrechtlichen und unterhaltsrechtlichen Ansprüchen. Prof. Dr. Elisabeth Koch (das gemeinsame Familienheim, in: FF 2017, 387ff) illustriert das an folgendem Fall:
    Die Ehegatten sind hälftige Miteigentümer des von ihnen bewohnten Familienhauses. Zu dessen Finanzierung haben sie gemeinsam ein Darlehen aufgenommen, für das sie als Gesamtschuldner haften. Beim Auszug eines Ehegatten, hier sei es die Ehefrau, sind die gesamtschuldnerischen Immobilienverbindlichkeiten erst zur Hälfte getilgt. Der das Haus nun allein bewohnende Ehemann übernimmt alle Kosten und bedient auch das Darlehen – wie schon während des Zusammenlebens – allein weiter. Ein Entgelt für die Nutzung des Hauses entrichtet er nicht, die Ehefrau fordert ein solches auch nicht an.

    Nach zwei Jahren wird das Scheidungsverfahren rechtshängig. In diesem streiten die Ehegatten im Zusammenhang mit der Regelung des Zugewinnausgleichs über die Berücksichtigung der Darlehensverbindlichkeit in ihren Endvermögen und über die Bedeutung, die dem unentgeltlich erlangten Wohnwertvorteil beizumessen ist.
Immobilie
LEITFADEN
für Immobilienbesitzer


Unser -> Leitfaden für "Immobilienbesitzer" bietet einen Überblick, wie im Familienrecht mit Immobilienbesitz der Ehegatten bei Trennung und Scheidung umgegangen wird. Der -> Leitfaden ist entsprechend der Chronologie gegliedert, wie die Fragen zur Immobilie in der Praxis auftauchen oder gestellt werden.


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