Scheidungsantrag

Start des Scheidungsverfahren & Rechtsfolgen


Verfahren

Thema FAMILIENRECHTLICHE VERFAHREN

zur Trennung, Scheidung, unterhalt & Kind


Scheidungsverfahren

Thema SCHEIDUNGSVERFAHREN

Der Ablauf


I. Scheidungsantrag & Rechtsfolgen

Die Zustellung eines Scheidungsantrags hat vielfältige Auswirkungen und rechtliche Konsequenzen, die nicht einfach zu überblicken sind. Hierbei soll Ihnen die Checkliste-Scheidung eine Arbeitshilfe sein, damit Sie den optimalen Zeitpunkt zur Einreichung des Scheidungsantrags erkennen können. Die Auswirkungen sind hier nicht vollständig dargestellt. Taktische Überlegungen, können dazu führen einen Scheidungsantrag möglichst frühzeitig einzureichen oder aber den Scheidungsantrag zu verzögern. Zu beachten ist etwa, dass die rechtlichen Folgen bei einer sog. kurzen Ehe andere sind, als bei einer langen Ehe.

Rechtsfolgen

Zustellung des Scheidungsantrags

II. Muster - Scheidungsantrag

Muster

Scheidungsantrag bei einvernehmlicher Scheidung

Scheidungsantrag
MUSTER - SCHEIDUNGSANTRAG

Einvernehmliche Scheidungen nach Ablauf des ersten Trennungsjahres sind in der Praxis die Standard-Variante.

III. Anwalt & Scheidungsantrag

Scheidungsanwalt


Vereinbarung

Anwaltszwang


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IV. Zustellung des Scheidungsantrags


Ohne Schuss kein Jus?

Vorschusspflicht & Verfahrenskosten

♦ Vorschusspflicht


Das Familiengericht leitet das Scheidungsverfahren mit Zustellung des Scheidungsantrags. an die Gegenseite von Amts wegen erst ein, wenn dafür der erforderliche Gerichtskostenvorschuss bezahlt ist (§ 14 FamGKG). Dafür wird eine Zahlungsaufforderung seitens der Landesjustizkasse erfolgen. Ausnahmen vom Kostenvorschuss für das Familiengericht sind in § 15 FamGKG geregelt. Die häufigste Ausnahme ist der Fall, Sie bekommen Verfahrenskostenhilfe. Meist ist zugleich an den Scheidungsanwalt ein Kostenvorschuss für die Vertretung im Scheidungsverfahren in Höhe der voraussichtlichen Anwaltskosten (§ 9 RVG) zu leisten.

♦ Verfahrenskosten


Scheidungskosten
Thema VERFAHRENSKOSTEN

Informationen zu den Verfahrenskosten einer Scheidung erhalten Sie HIER.... Nicht vergessen!: Der andere Ehegatten kann verpflichtet sein die Scheidungskosten zu übernehmen (-> Thema Verfahrenskostenvorschuss). Wann und wie sich ein Scheidungsverfahren möglichst kostengünstig gestalten lässt, erfahren Sie HIER...

Spezial-Thema

Zustellung, wenn der Ehegatten verschwunden ist

Der Scheidungsantrag (§ 124 FamFG) muss über einen Rechtsanwalt beim Familiengericht eingereicht und dem Antragsgegner zugestellt werden. Nur so kann ein Scheidungsverfahren rechtshängig werden. Doch wie kann man sich scheiden lassen, wenn der Ehegatte nach der Trennung spurlos verschwunden ist?

Voraussetzungen für öffentliche Zustellung des Scheidungsantrags


Das OLG Hamm hatte sich mit einem Fall zu beschäftigen, bei dem die Ehefrau behauptet hat, der Antragsgegner und Ehemann sein nach Russland unbekannten Aufenthalts verzogen. Das OLG Hamm musste sich hier mit den Voraussetzungen für eine öffentliche Zustellung des Scheidungsantrags nach § 185 Nr.1 ZPO auseinandersetzen.

V. Ausland & Scheidungsantrag


Scheidungsantrag mit Auslandsbezug

Haben die Ehegatten unterschiedliche oder haben sie keine deutsche Staatsangehörigkeit oder leben deutsche Ehegatten im Ausland, ist immer zu klären, ob deutsches Scheidungsrecht anzuwenden ist. Innerhalb der EU ist die Frage nach der sog. Rom III-VO zu klären (-> Scheidungsreife & internationales Recht)

Praxis-Tipp

Hinweise zur Verfahrensbeschleunigung

  • In Fällen von Scheidungsanträgen, in denen ein Partner (wieder) im Ausland wohnt, kann das Scheidungsverfahren mit Hilfe Benennung eines vorhandenen Zustellungsbevollmächtigten beschleunigt werden.

  • Bei Ehen, die im A u s l a n d geschlossen wurden, sollte im Scheidungsantrag mitgeteilt werden, ob ein inländisches Familienstammbuch angelegt wurde, da dies für die Rechtskraft-Mitteilung der Scheidung relevant ist. Dies trifft insbesondere auf Parteien zu, die vor dem ausländischen Standesamt geheiratet haben.

  • Ausländische Heiratsurkunden sind stets in beglaubigter Übersetzung mit vorzulegen.

  • Im Scheidungsantrag sollten konkrete Angaben zum Versorgungsausgleich gemacht werden. Bei Durchführung des Versorgungsausgleichs wäre es sinnvoll, wenn der im Ausland wohnende Beteiligte im Inland einen Ansprechpartner bzw. Zustellungsbevollmächtigten hätte. Vor allem wenn sich Lücken im Versicherungsverlauf ergeben, wird sich die Korrespondenz ansonsten schwierig, kosten- und zeitaufwändig gestalten und die Verfahrensdauer dementsprechend in die Länge ziehen.

VI. Fragen - Service - Kontakt

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