Ehegatten-gross


Schulden der Ehegatten

bei Trennung & Scheidung




Das Familienrecht lässt sich in die Teilbereiche Vermögensrecht und Unterhaltsrecht aufteilen. Schulden finden sowohl bei der Vermögensaueinandersetzung wegen Scheidung als auch bei der Unterhaltsberechnung Berücksichtigung.

I. Schuldenhaftung im Innen- und Außenverhältnis



Keine Ehegatte muss gegenüber den Gläubigern des anderen Ehegatten, für dessen Schulden haften. Die Ehe begründet per se keine Haftungsgemeinschaft im Außenverhältnis zu Dritten. Dies wird in der Bevölkerung oft anders, d.h. falsch gesehen. Ausnahmen von dieser Regel bestehen im Fall der Gütergemeinschaft (§§ 1415 ff BGB), bei Geschäften zur Deckung des Lebensbedarfs1357 BGB) und bei der gemeinsamen Veranlagung zur Einkommensbesteuerung (mehr dazu HIER). Abgesehen davon kommt es zu einer Haftungsgemeinschaft grundsätzlich erst, wenn die Ehegatten gemeinsam Schulden aufnehmen, d.h. sie haben einen Kreditvertrag zusammen unterschrieben (Gesamtschuldner: § 421 BGB) oder es wurde von einem Ehegatten für die Schulden des den anderen Ehegatten Sicherheiten (z.B. Bürgschaften) gestellt. Dies ist oft der Fall bei gemeinsamer Aufnahme eines IMMOBILIENKREDITS oder beim gemeinsamen Unterschreiben des MIETVERTRAGES. Von der Schuldenhaftung der Ehegatten im Außenverhältnis zu Dritten ist die Lastenverteilung gemeinsamer Schulden im Innenverhältnis zu unterscheiden. Wer von den beiden Ehegatten letztendlich im Innenverhältnis die Schuldenlast ganz oder anteilig zu tragen hat, entscheidet sich nach Maßgabe des § 426 BGB. Mehr dazu erfahren Sie beim Thema GEMEINSAME SCHULDEN der EHEGATTEN.

II. Schulden und Unterhalt


Thema SCHULDEN und EINKOMMEN

Wann können Schulden vom Einkommen abgezogen werden?

Das unterhaltsrelevante Einkommen ist der zentrale Maßstab zur Ermittlung der Höhe eines Unterhaltsanspruchs. Hier können Schulden den Unterhalt beeinflussen, wenn sie beim unterhaltsrelevanten Einkommen zu berücksichtigen sind. Wann Schulden abzugsfähig sind, erfahren Sie HIER. Wie mit gemeinsamen Schulden der Ehegatten unterhaltsrechtlich verfahren wird, erfahren Sie HIER...

III. Schulden und Zugewinn


Thema ZUGEWINNAUSGLEICH

Der Ausgleich des Vermögenszuwachs in der Ehe


Ohne notariellen EHEVERTRAG leben die Ehegatten stets im gesetzlichen Güterstand der ZUGEWINNGEMEINSCHAFT. Was besagt, dass die beiden Vermögen der Ehegatten (egal ob positives oder negatives Vermögen) getrennt sind und getrennt bleiben. Insoweit besteht kein Unterschied zur GÜTERTRENNUNG. Beim ZUGEWINNAUSGLEICH aus Anlass der Scheidung finden Schulden jedoch Eingang in die Auseinandersetzungsbilanz: Schulden sind sowohl beim Anfangs- wie beim Endvermögen zum maßgeblichen Stichtag in die Zugewinnberechnung einzustellen (BGH v. 06.10.2010 - XII ZR 10/09).

IV. Fragen - Kontakt - Service

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