Verfahren


Der familienrechtliche Streit

Wie läuft das gerichtliche Verfahren ab?




Jeder gerichtlicher Streit durchläuft ein geordnetes Verfahren. Die Verfahrensregeln bei familienrechtlichen Streitigkeiten finden Sie im -> FamFG. Es gelten zahlreiche Abweichungen vom  Verfahrensrecht für (allgemeine) Zivilsachen nach ZPO. Das beginnt schon damit, dass Familienstreitigkeiten vor Gericht exklusiv, d.h. ausschließlich vor Familiengerichten ausgetragen werden. Somit werden alle familienrechtlichen Angelegenheiten in erster Instanz beim Familiengericht (= besondere Abteilung bei den Amtsgerichten) gebündelt. Das Familienrecht ist aufgebaut wie ein "Apothekerschrank": es besteht aus verschiedenen "Schubläden" und werden in Verfahren vor den Familiengerichten als "Familiensachen"  bezeichnet (§ 111 FamFG). Für jede einzelne Familiensache gelten wiederum besondere Verfahrensregeln. Der -> Wegweiser zu den "familiengerichtlichen Verfahren" ermöglicht Ihnen den Einstieg in das für Sie interessante Verfahren. Hier finden Sie eine -> Auswahl der wichtigsten Familiensachen aus der täglichen Praxis unserer Kanzlei für Familienrecht.

Autor: Dr. Schröck - Kanzlei für Familienrecht


Dr.Schroeck

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Wegweiser zu den "familiengerichtlichen Verfahren"


Die wichtigsten Familiensachen:
  • -> Unterhaltssachen (§§ 231 ff FamFG):
    Hier gibt es viele Verfahrensvarianten zu beachten. Es gibt Verfahren zum erstmaligen Erreichen eines Unterhaltstitels und  zur -> Abänderung von bereits existierenden Unterhaltstiteln. Den Einstieg zum richtigen Verfahren finden Sie -> HIER ...
  • -> Güterrechtssachen (§§ 261 ff FamFG):
    Wir erklären Ihnen, welche Ausgleichsmechanismen es zur Vermögensauseinandersetzung bei Scheidung gibt -> HIER ...
  • Abstammungssachen (§§ 169 ff FamFG):
    im Vordergrund unserer anwaltlichen Praxis stehen hier -> Vaterschaftsverfahren.


Noch mehr wissen? ... 



I. Streitpotential: Ist ein gerichtliches Verfahren notwendig?


Außergerichtliche Lösungsansätze

Alternativen zum familiengerichtlichen Verfahren

Wegweiser
WEGE zum FAMILIENRECHT
Zwar wird eine Ehe ohne gerichtlichem -> Scheidungsverfahren nicht gescheiden. Aber für alle anderen -> Themen, die mit einer Scheidung in Zusammenhang stehen, muss kein gerichtliches Verfahren durchgeführt werden. Das familiäre Verhältnis kann durch ein gerichtliches Verfahren nachhaltig Schaden nehmen. Dieser Aspekt tritt in den Vordergrund, wenn Kinder im Spiel sind. -> Trennen sich die Eltern, sind Kinder ohnehin bereits stark vorbelastet, wobei u.a. vor unnötigen gerichtlichen -> Sorgerechts-Verfahren abgeraten wird und nach Alternativen (-> Thema Elternvereinbarung) zu suchen ist (-> Thema Elternkonflikte & Elternverantwortung). Geht es um gerichtliche Auseinandersetzung zwischen Eltern und ihren volljährigen Kindern wegen -> Volljährigenunterhalt, wird oft ein solches Verfahren mit emotionionaler Enttäuschung quittiert ("Warum hat man vorher nicht geredet? Muss der Prozess jetzt wirklich sein?"). Zuletzt sollte bedacht werden, dass nicht jeder Anwalt die Interessen seines Mandanten im Vordergrund sieht und - ohne begründeten Anlass - zu kostspieligen Verfahren rät. Das ist für Laien schwer zu durchblicken. Als Hilfe und zum Schutz davor haben wir  -> "Familienrecht Online  geschrieben. Dafür haben wir einen u.a. einen -> Anwaltscheck zur Verfügung gestellt.

♦ Die außergerichtliche Scheidungsfolgenvereinbarung


Vereinbarung
SCHEIDUNGSFOLGEVEREINBARUNG
für den Fall der Trennung & Scheidung


Ein unerlässlicher Bausteim für eine möglichst -> einvernehmliche Scheidung ist der Abschlulss einer Scheidungsfolgenvereinbarung (-> Wegweiser zur Scheidungsfolgevereinbarung). Dies sollte in einem möglichst frühen Stadium nach der -> Trennung erfolgen, damit zum -> Scheidungstermin alles geregelt erscheint.


II. Scheidungsverfahren


Scheidungsverfahren

Ablauf des Verfahrens bis zum Ausspruch der Scheidung

Scheidung
SCHEIDUNG
Wie funktioniert eine Scheidung? ...

Wie eine Scheidung vorbereitet wird und wie der typische Ablauf des Scheidungsverfahrens ist, erfahren Sie -> HIER ... 


III. Verbundverfahren


Scheidungsverbund

Scheidung & Folgesachen

Scheidung
SCHEIDUNGSFOLGEVERFAHREN

Neben der blanken Scheidung können für den Fall der Scheidung weitere Angelegenheiten (mit-)geregelt werden. Man spricht von Folgesachen im -> Verbundverfahren. Mehr dazu erfahren Sie  -> HIER ... 


IV. Unterhaltsverfahren


Unterhaltsverfahren

Besondere Verfahren zum Unterhaltsanspruch

Geld

UNTERHALTSVERFAHREN
Der Weg zum Unterhaltstitel ...


Hier gibt es viele Verfahrensvarianten zu beachten. Unterhalt ist eine dynamische Angelegenheit. Somit gibt es Verfahren zum erstmaligen Erreichen eines Unterhaltstitels und weiter Verfahren zur -> Abänderung von bereits existierenden Unterhaltstiteln. Den Einstief für das richtige Verfahren finden Sie -> HIER ...


V. Verfahren wegen Zugewinnausgleich


Wer muss welches Vermögen beweisen?

Beweislastverteilung & Prozessrisiken

Zugewinn

ZUGEWINN
Er muss welche Vermögenspositionen beweisen? ...


Die Einschätzung des Prozessrisikos ist bei solchen Verfahren besonders wichtig, da es meist um hohe Gegenstandswerte geht. Meist neigen die Beteiligten dazu, ihre eigenen Vermögenswerte zu verschweigen. Der Erfolg vor Gericht hängt maßgebend von der Kenntnis der Beweislastregeln ab. Mehr dazu -> HIER ...


VI. Kindschaftsverfahren


Verfahren für das Kind

Die Kindschaftssachen zum Umgangsrecht & Sorgerecht

Umgangsrecht
UMGANGSVERFAHREN

Verfahrenbetreffend das Umgangsrecht (§ 151 Ziff.2 FamFG)

Sorgerecht
SORGERECHTSVERFAHREN

Verfahren betreffend die elterliche Sorge (§ 151 Ziff.1 FamFG)


VII. Vaterschaftsverfahren


Verfahren für den Vater

Gesetzlicher Vater & leiblicher Vater

Vater
VATERSCHAFTSVERFAHREN

An die Frage, wer der gesetzliche und wer der leiblicher Vater ist (-> Vaterrechte), knüpfen zahlreiche Rechtfolgen an


VIII. Gerichtliche Verfahren gehen "online"


Verfahrenskorrespondenz wird digital

Ab 01.01.2018 ist das elektronische Anwaltspostfach (beA) Pflicht

Familienrecht-Ratgeber.com
FAMILIENRECHT ONLINE
Ihr Zugang zum Familienrecht

Der Bundestag hat nun am 23.3.2017 das Gesetz zur Umsetzung der Berufsanerkennungsrichtlinie und zur Änderung weiterer Vorschriften im Bereich der rechtsberatenden Berufe in der Fassung des Änderungsvorschlags der Fraktionen der CDU/CSU und SPD vom 3.3.2017 beschlossen. Damit steht nun fest, dass der Inhaber des besonderen elektronischen Anwaltspostfachs (beA) ab 1.1.2018 aufgrund einer entsprechenden Ergänzung von § 31a BRAO verpflichtet ist, die für dessen Nutzung erforderlichen technischen Einrichtungen vorzuhalten sowie Zustellungen und den Zugang von Mitteilungen über das beA zur Kenntnis zu nehmen.


IX. Entscheidungen des Bundesgerichtshofs (BGH)


Bundesgerichtshof

in Familiensachen nur bei Vorlage durch OLG

Verfahren

BUNDESGERICHTSHOF (BGH)


Der BGH entscheidet nur, wenn ein OLG den Rechtstreit vorlegt bzw. die Rechtsbeschwerde zugelassen wird. Kein Beteiligter kann auf Antrag den BGH in familienrechtlichen Angelegenheiten erreichen.


X. Befangenheit von Richtern und Sachverständigen


Ablehnung des Richters oder Sachverständigen

wegen möglicher Befangenheit

Verfahren
WEGWEISER
zu den familienrechtlichen Verfahren ...

In allen familienrechtlichen Verfahren gibt es die Möglichkeit,  den Richter oder mit der Sache befasste Sachveständige wegen Befangenheit abzulehnen. Für Familienstreitsachen ergibt sich die mit Verweis des § 113 Abs.2 FamFG auf §§ 41 bis 49 ZPO. Für sonstige Familiensachen verweist § 6 Abs.1 S.1 auf §§ 41 bis 49 ZPO. Insgesamt dürfte die Ablehnung wegen Besorgnis der Befangenheit eine Maßnahme sein, welche nur in seltenen Ausnahmefällen Sinn machen kann. Wenn aber eine solche Maßnahme nötig erscheint, sollte sie gut vorbereitet sein.

Loewe

AG Kaufbeuren, Beschluss v. 27.06.2016 - 3 F 272/16
Befangenheit eines Richters im Umgangsverfahren


Hinweise:

Literatur:

  • Fritz Finke, Die Behandlung der Gründe für die Ablehnung von Richtern und Sachverständigen in der neueren Rechtsprechnung, in FF 2016, 191


XI. Links & Literatur


Links


Literatur


  • C. Krumm, 15 Praxisprobleme der einstweiligen Anordnung in Unterhaltssachen, in: NZFam 2016, 301
  • Klaus Schnitzler, Die Crux mit der einstweiligen Anordnung, in: FF 2016, 355
  • Vogel, Rechtsfolgen bei übermäßiger Dauer des Verfahrens in Familiensachen, in: FF 2014, 434ff.
  • Fritz Finke, Die Behandlung der Gründe für die Ablehnung von Richtern und Sachverständigen in der neueren Rechtsprechnung, in: FF 2016, 191
  • Eva Bode, Grundzüge des Beschwerdverfahrens, in: FK 2015, 101
  • Eva Bode, Richtige Anträge im Beschwerdeverfahren (mit Musterformulierungen), in: FK 2015, 103
  • Oliver Elzer, Formalien der Beschwerde in Familiensachen, in: NZFam 2015, 1042
  • Klaus Bacher, der elektronische Rechtsverkehr im Ziviprozess, NJW 2015, 2753 ff

In eigener Sache ...


  • Ablehnung des Richters in einem Kindschaftsverfahren wegen Befangenheit, unser Az.: 232/15 (D3/d497-16)


XII. Angebot


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Unser Angebot


im Überblick finden Sie -> HIER ...

Schroeck

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