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    <title>Familienrecht Allgäu | Rechtsanwalt Dr. jur. Jörg Schröck | Füssen, Kempten, Kaufbeuren, Pfronten, Nesselwang, Seeg, Marktoberdorf, Immenstadt, Sonthofen</title>
    <link>http://www.familienrecht-allgaeu.de</link>
    <description>Familienrecht Allgäu, Anwalt Dr. jur. Jörg Schröck - Sie finden hier Informationen rund um das Thema Trennung, Scheidung, Unterhalt und Vermögensauseinandersetzung.</description>
    <language>de-de</language>
    <pubDate>Sun, 20 May 2012 04:15:39 +0200</pubDate>
    <lastBuildDate>Sun, 20 May 2012 04:15:39 +0200</lastBuildDate>
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    <webMaster>social@familienrecht-allgaeu.de (Familienrecht Allgäu | Rechtsanwalt Dr. jur. Jörg Schröck | Füssen, Kempten, Kaufbeuren, Pfronten, Nesselwang, Seeg, Marktoberdorf, Immenstadt, Sonthofen)</webMaster>
    <item>
    	<title>BGH zum Unterhalt der Ex-Frau und neuer Ehefrau</title>
	<link>http://www.familienrecht-allgaeu.de/de/blog/bgh-und-drittelmethode.html</link>
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	<description>&lt;h2&gt;&lt;a href=&quot;http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;Art=en&amp;sid=631f3416bc9e0abc2707a4917e170a1e&amp;nr=58807&amp;pos=0&amp;anz=1&amp;Blank=1.pdf&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;BGH, Urteil vom 07.12.2011 - XII ZR 151/09&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;h3&gt;Die &quot;Drittelmethode&quot; im Rahmen der Prüfung der Leistungsfähigkeit:&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Nachdem das Bundesverfassungsgericht die &quot;Lehre von den wandelbaren ehelichen Lebensverhältnissen&quot; gekippt hatte und die sog. &quot;&lt;strong&gt;Drittelmethode&lt;/strong&gt;&quot; deshalb bei der Feststellung des&lt;strong&gt; Bedarfs &lt;/strong&gt;nicht berücksichtigt werden darf, hat nun der BGH eine verfassungskonformes Comeback der &quot;Drittelmethode&quot; im Rahmen der Prüfung der &lt;strong&gt;Leistungsfähigkeit&lt;/strong&gt; eingeführt&lt;strong&gt;.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Für die Bestimmung des &lt;strong&gt;Bedarfs&lt;/strong&gt; nach den ehelichen Lebensverhältnissen nach § &lt;a href=&quot;http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1578.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;1578 Abs.1 S.1&lt;/a&gt; BGB gilt wieder das sog. &quot;&lt;strong&gt;Stichtagsprinzip&lt;/strong&gt;&quot; (= eheliche Lebensverhältnisse zum Ztp. der Scheidung).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zum Thema &lt;a href=&quot;http://www.familienrecht-allgaeu.de/de/bedarf.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;BEDARF&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://www.familienrecht-allgaeu.de/de/bedarf.html&quot;&gt;klicken Sie hier&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Zum Thema &lt;a href=&quot;http://www.familienrecht-allgaeu.de/de/bedarf-und-ehegattenunterhalt.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;BEDARF und EHEGATTENUNTERHALT&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.familienrecht-allgaeu.de/de/bedarf-und-ehegattenunterhalt.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;klicken Sie hier&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt; &lt;/p&gt;
&lt;h3 style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Die Leitsätze des BGH, &lt;a href=&quot;http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;Art=en&amp;sid=3c64b8aa54fa4239dadc7cdd710ab0e9&amp;nr=58807&amp;pos=0&amp;anz=1&amp;Blank=1.pdf&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Urteil vom 7. Dezember 2011 - XII ZR 151/09 -&lt;/a&gt;&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;  BGB §§ 1578 Abs. 1 Satz 1, 1581 Satz 1&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;em&gt;a) Die ehelichen Lebensverhältnisse im Sinne von § 1578 Abs. 1 Satz 1 BGB werden grundsätzlich durch die Umstände bestimmt, die bis zur Rechtskraft der Ehescheidung eingetreten sind. Nacheheliche Entwicklungen wirken sich auf die Bedarfsbemessung nach den ehelichen Lebensverhältnissen aus, wenn sie auch bei fortbestehender Ehe eingetreten wären oder in anderer Weise in der Ehe angelegt und mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten waren (im Anschluss an BVerfG FamRZ 2011, 437).&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;b) Die Unterhaltspflichten für neue Ehegatten sowie für nachehelich geborene Kinder und den dadurch bedingten Betreuungsunterhalt nach § 1615 l BGB sind nicht bei der Bemessung des Unterhaltsbedarfs eines geschiedenen Ehegatten nach § 1578 Abs. 1 Satz 1 BGB zu berücksichtigen.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;c) Im Rahmen der Leistungsfähigkeit des Unterhaltspflichtigen nach § 1581 BGB ist der Halbteilungsgrundsatz zu beachten, was zu einem relativen Mangelfall führen kann, wenn dem Unterhaltspflichtigen für den eigenen Unterhalt weniger verbleibt, als der Unterhaltsberechtigte mit dem Unterhalt zur Verfügung hat. Sonstige Verpflichtungen gegenüber anderen Unterhaltsberechtigten, die nicht bereits den Bedarf des Unterhaltsberechtigten beeinflusst haben, sind entsprechend ihrem Rang zu berücksichtigen (im Anschluss an das Senatsurteil BGHZ 109, 72 = FamRZ 1990, 260).&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;d) Sind ein geschiedener und ein neuer Ehegatte nach § 1609 BGB gleichrangig, ist im Rahmen der Leistungsfähigkeit des Unterhaltspflichtigen eine Billigkeitsabwägung in Form einer Dreiteilung des gesamten unterhaltsrelevanten Einkommens revisionsrechtlich nicht zu beanstanden. Das schließt eine Berücksichtigung weiterer individueller Billigkeitserwägungen nicht aus.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;br /&gt;OLG Bamberg&lt;br /&gt;AG Aschaffenburg&lt;/p&gt;</description>
	<pubDate>Thu, 29 Mar 2012 18:55:00 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
    	<title>BGH zum Unterhaltsanspruch von Ex-Frau und nachfolgender Ehefrau</title>
	<link>http://www.familienrecht-allgaeu.de/de/blog/unterhaltsanspruch-von-ex-frau-und-nachfolgender-ehefrau.html</link>
	<guid>http://www.familienrecht-allgaeu.de/de/blog/unterhaltsanspruch-von-ex-frau-und-nachfolgender-ehefrau.html</guid>
	<description>&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Der Unterhaltsanspruch der nachfolgenden Ehefrau hat keine Auswirkung auf den Unterhaltsbedarf der früheren Ehefrau nach §1578 BGB; dieser Anspruch ist allein im Rahmen der Leistungsfähigkeit des Unterhaltspflichtigen nach § 1581 BGB zu berücksichtigen, &lt;span style=&quot;font-size: small;&quot;&gt;wobei es maßgeblich auf die Rangverhältnisse ankommt.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt;Der BGH bestätigt das &lt;a href=&quot;http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;Art=en&amp;sid=b9fcbfbbaa51570415999942ea5e34f4&amp;nr=58807&amp;pos=0&amp;anz=1&amp;Blank=1.pdf&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Urteil vom 7. 12.2011 XII ZR 151/09&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;Art=en&amp;sid=9dbe04c2d72d67e23dc44092cf3e7802&amp;nr=58894&amp;pos=0&amp;anz=1&amp;Blank=1.pdf&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Urteil vom 7.12.2011 - XII ZR 159/09&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;Art=en&amp;sid=57cd938b60575f4051d6febf7064657d&amp;nr=59350&amp;pos=0&amp;anz=1&amp;Blank=1.pdf&quot;&gt;Urteil vom 25.1.2012 - XII ZR 139/09&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Anmerkung:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Nach dieser Entscheidung kann der unterhaltsverpflichtete Ehemann seine Unterhaltsverpflichtung gegenüber seiner jetzigen Frau nicht auf der&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.familienrecht-allgaeu.de/de/checkliste-unterhalt.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Prüfungsstufe&lt;/a&gt; &quot;&lt;strong&gt;&lt;a href=&quot;http://www.familienrecht-allgaeu.de/de/bedarf.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Bedarf&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&quot;,&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;d.h.  bei der Bestimmung seines &lt;a href=&quot;http://www.familienrecht-allgaeu.de/de/unterhaltsberechnung.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;unterhaltsrelevanten Einkommens&lt;/a&gt; in Abzug bringen (&lt;a href=&quot;http://www.familienrecht-allgaeu.de/de/abzuege-vom-einkommen.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;zu den möglichen Abzügen vom Einkommen näheres hier&lt;/a&gt;). Der Ehemann bringt die Unterhaltsverpflichtung aus der ersten Ehe wie eine Art &quot;Altlast&quot; in die neue Ehe voll mit ein. Die neue Ehe führt nicht zur Kürzung der &quot;alten&quot; Unterhaltsbelastung.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Erst auf der&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt;Prüfungsstufe &quot;&lt;strong&gt;&lt;a href=&quot;http://www.familienrecht-allgaeu.de/de/leistungsfaehigkeit.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Leistungsfähigkeit&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&quot;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;wird die Unterhaltsverpflichtung berücksichtigt. D.h. die Unterhaltsverpflichtung der aktuellen Ehefrau wird erst erst bei einer möglichen Mangelfall-Berechnung einbezogen.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Welche &lt;strong&gt;Rangverhältnisse&lt;/strong&gt; für die beteiligten Ehefrauen gelten vgl. &lt;span style=&quot;font-size: small;&quot;&gt;BGH Urteil vom &lt;a href=&quot;http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;Art=en&amp;sid=d26b4925cad8af47749cd2a7d660b19c&amp;nr=45160&amp;pos=1&amp;anz=2&amp;Blank=1.pdf&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;30. Juli 2008 - XII ZR 177/06 &lt;/a&gt;(FamRZ 2008, 1911 Rn. 65 f. iVm Rn. 58).&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;</description>
	<pubDate>Tue, 13 Mar 2012 14:59:00 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
    	<title>Kindesunterhalt und Wechselmodell</title>
	<link>http://www.familienrecht-allgaeu.de/de/blog/kindesunterhalt-und-wechselmodell.html</link>
	<guid>http://www.familienrecht-allgaeu.de/de/blog/kindesunterhalt-und-wechselmodell.html</guid>
	<description>&lt;p&gt;Allgemein zum Thema&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;WECHSELMODELL&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt; &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;klick hier: &quot;&lt;a href=&quot;http://www.familienrecht-allgaeu.de/de/kindesunterhalt-wechselmodell.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Kindesunterhalt und Wechselmodell&lt;/a&gt;&quot;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Bundesgerichtshof&lt;br /&gt;Mitteilung der Pressestelle, Nr. 32/2007&lt;/h2&gt;
&lt;h3&gt;Kindesunterhalt bei abwechselnder Betreuung eines Kindes durch beide Elternteile&lt;/h3&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Die 1991 geborenen Klägerinnen nehmen ihren Vater, den Beklagten, auf Zahlung von Kindesunterhalt in Anspruch. Sie leben überwiegend bei ihrer Mutter, während sich die weitere  1986 geborene  Tochter überwiegend beim Vater aufhält. Beiden Elternteilen steht die elterliche Sorge für die Kinder gemeinsam zu. Sie betreuen die Kinder abwechselnd, und zwar bezüglich der Zwillinge in der Weise, dass diese sich von Mittwochabend bis Montagmorgen beim Vater aufhalten und sodann nach der Schule in den Haushalt der Mutter wechseln, wo sie bis zum Mittwochabend der folgenden Woche bleiben. Die Ferien verbringen die Zwillinge jeweils hälftig bei einem der Elternteile.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Das Oberlandesgericht ist davon ausgegangen, dass beide Eltern für die Zwillinge Barunterhalt zu leisten hätten. Denn diese hielten sich in weitergehendem Umfang bei dem Vater auf als im Rahmen eines üblichen Umgangsrechts. Ihr Bedarf sei deshalb nicht nur nach dem Einkommen des Vaters, sondern nach dem zusammengerechneten Einkommen beider Elternteile zu bestimmen und um die beim Vater zusätzlich anfallenden Wohnkosten zu erhöhen. Für diesen Bedarf hätten die Eltern anteilig nach ihren Einkommens- und Vermögensverhältnissen aufzukommen. Die so ermittelten Anteile seien allerdings in Höhe der jeweils erbrachten Betreuungsleistungen gedeckt, so dass nur der jeweils verbleibende Betrag als Barunterhalt verlangt werden könne. Der Vater schulde deshalb keinen höheren Unterhalt als vom Amtsgericht  zuletzt in Höhe von monatlich jeweils 142 &amp;euro;  ausgeurteilt.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Die Revision des Vaters hatte keinen Erfolg.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Der u. a. für Familiensachen zuständige XII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat allerdings die Auffassung vertreten, dass die Mutter ihre Verpflichtung, zum Unterhalt der Zwillinge beizutragen, allein durch deren Pflege und Erziehung erfüllt, während der Vater allein für deren Barunterhalt aufzukommen hat. Diese Aufteilung von Bar- und Betreuungsunterhalt ist so lange nicht in Frage zu stellen, wie das deutliche Schwergewicht der Betreuung bei einem Elternteil liegt, dieser mithin die Hauptverantwortung für ein Kind trägt. Das ist grundsätzlich auch dann der Fall, wenn sich ein Kind im Rahmen eines über das übliche Maß hinaus wahrgenommenen Umgangsrechts bei einem Elternteil aufhält und sich die Ausgestaltung des Umgangs bereits einer Mitbetreuung annähert. Solange der andere Elternteil die Hauptverantwortung für ein Kind trägt, muss es dabei bleiben, dass er seine Unterhaltspflicht durch die Pflege und Erziehung des Kindes erfüllt. Anders kann es sein, wenn sich die Eltern die Verantwortung für ein Kind in etwa hälftig teilen. Zur Beantwortung der Frage, ob ein Elternteil die Hauptverantwortung für ein Kind trägt, kommt der zeitlichen Komponente der von ihm übernommenen Betreuung indizielle Bedeutung zu, ohne dass die Beurteilung sich allein hierauf zu beschränken braucht.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Im vorliegenden Fall entfällt auf den Beklagten ein Betreuungsanteil von etwas mehr als 1/3 (gerundet 36 %), so dass die Eltern keine Betreuung in einem Wechselmodel mit im Wesentlichen gleichen Anteilen praktizieren. Daher ist für die Zwillinge nur der Vater barunterhaltspflichtig mit der Folge, dass der Barunterhalt allein nach seinem Einkommen zu bemessen ist. Der entsprechende Bedarf kann zwar teilweise durch Naturalleistungen des betreuenden Elternteils gedeckt sein. Das war hier aber nicht der Fall, so dass der Beklagte jedenfalls Unterhalt in dem vom Amtsgericht ausge-urteilten Umfang schuldet. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass der Vater die ältere Tochter überwiegend betreut. Den für diese schuldet nicht er, sondern die Mutter Barunterhalt.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;Art=en&amp;sid=2a47864c997a4467d63bcf2bcc3a4ca1&amp;nr=39359&amp;pos=0&amp;anz=1&amp;Blank=1.pdf&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Urteil vom 28. Februar 2007 - XII ZR 161/04&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;AG Bamberg &amp;ndash; Entscheidung vom 4.12.2003 &amp;ndash; 1 F 1176/03 ./. OLG Bamberg - Entscheidung vom 27.7.2004 &amp;ndash; 2 UF 25/04&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Karlsruhe, den 1. März 2007&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Pressestelle des Bundesgerichtshof &lt;br /&gt;76125 Karlsruhe&lt;br /&gt;Telefon (0721) 159-5013&lt;br /&gt;Telefax (0721) 159-5501&lt;/p&gt;</description>
	<pubDate>Mon, 05 Mar 2012 14:11:00 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
    	<title>Düsseldorfer Tabelle 2012</title>
	<link>http://www.familienrecht-allgaeu.de/de/blog/duesseldorfer-tabelle-2012.html</link>
	<guid>http://www.familienrecht-allgaeu.de/de/blog/duesseldorfer-tabelle-2012.html</guid>
	<description>&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Für das Jahr 2012 wird es keine neue Düsseldorfer Tabelle geben. Die Werte der &lt;strong&gt;&lt;a href=&quot;../de/duesseldorfer-tabelle-fachanwalt-familienrecht.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Düsseldorfer Tabelle 2011&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt; gelten also fort. Dies gilt für die Selbstbehalte ebenso, wie für die festgesetzten Unterhaltsbeträge (= Bedarf an Barunterhalt) für unterhaltsberechtigte Kinder.&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Näheres zu den Selbstbehalten: siehe &quot;&lt;a href=&quot;http://www.familienrecht-allgaeu.de/de/leistungsfaehigkeit.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Leistungsfähigkeit&lt;/a&gt;&quot;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Näheres zu zum &lt;a href=&quot;http://www.familienrecht-allgaeu.de/de/bedarf.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Bedarf&lt;/a&gt; an Barunterhalt:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;siehe &lt;a href=&quot;http://www.familienrecht-allgaeu.de/de/unterhalt-minderjaehrige-kinder.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Kindesunterhalt für Minderjährige&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;siehe &lt;a href=&quot;http://www.familienrecht-allgaeu.de/de/unterhalt-volljaehrige-kinder.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Kindesunterhalt für Volljährige &lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Die Düsseldorfer Tabelle wird durch die Leitlinien der Oberlandesgerichte der Ländr ergänzt. Zu den aktuellen Leitlinien der Oberlandesgerichte für Süddeutschland  (sog. &lt;a href=&quot;http://www.sueddeutsche-leitlinien.de/blog-suedl/suedl-upload/2010/02/Sueddeutsche_Leitlinien_2012.pdf&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;süddeutschen Leitlinien &lt;/a&gt;): &lt;a href=&quot;http://www.sueddeutsche-leitlinien.de/blog-suedl/suedl-upload/2010/02/Sueddeutsche_Leitlinien_2012.pdf&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;</description>
	<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 20:30:00 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
    	<title>Steuervereinfachungsgesetz 2011 - Kindergeld für Volljährige</title>
	<link>http://www.familienrecht-allgaeu.de/de/blog/steuervereinfachungsgesetz-2011-kindergeld-fuer-volljaehrige.html</link>
	<guid>http://www.familienrecht-allgaeu.de/de/blog/steuervereinfachungsgesetz-2011-kindergeld-fuer-volljaehrige.html</guid>
	<description>&lt;h1 style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Steuervereinfachungsgesetz 2011 - Kindergeld&lt;/h1&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt; &lt;/p&gt;
&lt;h2 style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Das Steuervereinfachungsgesetz 2011 wurde am 1.11.2011 verkündet. Für das Kindergeld für Volljährige ergeben sich ab 2012 Änderungen:&lt;/h2&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.bundestag.de/dokumente/analysen/2011/Steuervereinfachungsgesetz_2011korrektur.pdf&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Zum Überblick zum Steuervereinfachungsgesetz hier....&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für das Kindergeld ergeben sich ab 2012 folgende Änderungen:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt; &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;2011&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt; &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;strong&gt;§ 9 EStG Pauschbetrag für Werbungskosten -&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;padding-left: 30px;&quot;&gt;Erhöhung des Arbeitnehmer-Pauschbetrages auf 1 000 Euro &amp;ndash; statt 920 Euro&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;2012&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt; &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;strong&gt;§ 9 EStG Werbungskosten -&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt;Vereinfachung bei der Berechnung der Entfernungspauschale&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;strong&gt;§ 32 EStG Kinder, die das 18. Lebensjahr vollendet haben&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;strong&gt; &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt;Die Gewährung von Freibeträgen oder Kindergeld für volljährige Kinder war bisher ausgeschlossen, wenn diese über eigene Einkünfte und Bezüge, die zur Bestreitung des Unterhalts&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt;oder der Berufsausbildung bestimmt und geeignet waren, von mehr als 8.004 Euro jährlich&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt;verfügten. Die Regelung wurde ersatzlos gestrichen.&lt;strong&gt; &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;strong&gt; &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Folgendes hat sich nach § 32 Abs.4 S2 EStG geändert: &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;strong&gt; &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt;Wegfall der Einkünfte- und Bezügegrenze, jedoch nur bei Kindern, welche eine erste Berufsausbildung oder Erststudium durchführen.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt;Hinweis: Bereits ein &lt;strong&gt;Masterstudium&lt;/strong&gt; gilt steuerrechtlich als &lt;strong&gt;Zweitausbildung&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt;Nach einer abgeschlossenen Erstausbildung besteht Kindergeldanspruch nur, wenn das Kind keiner Erwerbstätigkeit nachgeht.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt;Eine Erwerbstätigkeit mit bis zu 20 Stunden regelmäßiger wöchentlicher Arbeitszeit, ein Ausbildungsdienstverhältnis oder ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis im Sinne der §§ 8 und 8a des Vierten Buches Sozialgesetzbuch &lt;strong&gt;sind unschädlich.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;strong&gt; &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt;Eine schädliche Erwerbstätigkeit ist unabhängig von einer Einkommensgrenze zu  berücksichtigen.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt;Für verheiratete Kinder und Kinder mit eigenem Kind ist jedoch weiterhin das Vorliegen eines Mangelfalls zu prüfen.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt;Für behinderte Kinder ist weiterhin zu prüfen, ob die Kinder in der Lage sind, sich selbständig zu unterhalten.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;strong&gt;ACHTUNG: Rückforderungen der Familienkassen drohen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;strong&gt; &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt;Von Seiten der Familienkasse wird ab 2012 geprüft, ob eine Erstausbildung/Erststudium vorliegt und inwieweit eine kindergeldschädliche Erwerbstätigkeit vorliegt.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt;im Falle der Feststellung einer schädlichen Erwerbstätigkeit wird die Kindergeldfestsetzung nach § 70 Abs.2 EStG rückwirkend ab 01.01.2012 aufgehoben. Das unberechtigt erhaltene Kindergeld ist zurückzuzahlen.&lt;span id=&quot;mce_marker&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 115%;&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 115%;&quot;&gt;Weiterführende Literatur: Dr. Felix, in NJW 2012, 22ff:  &quot;Pradigmenwechsel im Kindergeldrecht&quot;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;strong&gt; &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;</description>
	<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 10:02:00 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
    	<title>Herabsetzung und Befristung nachehelichen Unterhalts</title>
	<link>http://www.familienrecht-allgaeu.de/de/blog/herabsetzung-und-befristung-nachehelichen-unterhalts.html</link>
	<guid>http://www.familienrecht-allgaeu.de/de/blog/herabsetzung-und-befristung-nachehelichen-unterhalts.html</guid>
	<description>&lt;p&gt;Allgemein um Thema&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;../de/begrenzung-und-befristung-nachehelicher-unterhalt.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Klick hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;a href=&quot;../de/begrenzung-und-befristung-nachehelicher-unterhalt.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;BEGRENZUNG und BEFRISTUNG - NACHEHELICHER UNTERHALT&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;&lt;a href=&quot;http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;Art=en&amp;sid=67b3e208d4d85d2d279a2e4283f32d7f&amp;nr=58385&amp;pos=0&amp;anz=1&amp;Blank=1.pdf&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;BGH vom 26. Oktober 2011 - XII ZR 162/09&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt; &lt;/p&gt;
&lt;h3 style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;&quot;&gt;nachehelicher Unterhalt - nachträgliche Abänderung eines gerichtlichen Vergleichs wegen nachträglicher Begrenzung und Befristung des Unterhalts.&lt;/span&gt;&lt;/h3&gt;
&lt;h3 style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;/h3&gt;
&lt;h1&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;&quot;&gt;Zu den Kernaussagen des BGH vom 26.10.2011&lt;/span&gt;&lt;/h1&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;&quot;&gt;1. &lt;span style=&quot;font-size: small;&quot;&gt;nachehelicher Unterhalt kann gleichzeitig auf mehreren sich ergänzenden Anspruchsgrundlagen beruhen. Hier zum Teil auf Krankenunterhalt und zum Teil auf Aufstockungsunterhalt &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;&quot;&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;&quot;&gt;(Zitat)&lt;/span&gt;Ein &lt;strong&gt;umfassender&lt;/strong&gt; Anspruch auf &lt;strong&gt;Aufstockungsunterhalt&lt;/strong&gt; setzt (...) voraus, dass der Unterhalt begehrende geschiedene Ehegatte eine angemessene &lt;strong&gt;Erwerbstätigkeit ausübt oder ausüben kann.&lt;/strong&gt; Das ist nach den Feststellungen (...) &lt;strong&gt;nicht in vollem Umfang verwirklicht&lt;/strong&gt;. Vielmehr ist die Beklagte nach den (...) Feststellungen (...) an einer Ausweitung ihrer vollschichtigen Tätigkeit aus &lt;strong&gt;gesundheitlichen Gründen &lt;/strong&gt;gehindert, sodass sich der Anspruch zum Teil aus § 1572 BGB ergibt.&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;&quot;&gt;2. Nochmals stellt der BGH die Grundsätze zur Herabsetzung und Befristung von nachehelichen Unterhalt unter Berücksichtigung ehebedingter Nachteile dar. Insbesondere wird  darauf eingegangen, was der Unterhaltsverpflichtete darzulegen und zu beweisen hat, wenn er die Herabsetzung und Befristung begründet haben will und was dem gegenüber der Unterhaltsberechtigte zur Abwendung einer Herabsetzung und Befristung &lt;strong&gt;darzulegen und zu beweien &lt;/strong&gt;hat.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;&quot;&gt;&lt;em&gt;(Zitat) &lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;&quot;&gt;Die Befristung oder Herabsetzung des nachehelichen Unterhalts wegen Unbilligkeit nach § 1578 b Abs. 1, 2 BGB hängt insbesondere davon ab, inwieweit durch die&lt;strong&gt; Ehe Nachteile &lt;/strong&gt;im Hinblick auf die Möglichkeit eingetreten sind, &lt;strong&gt;für den eigenen Unterhalt zu sorgen&lt;/strong&gt;. Solche Nachteile können sich vor allem aus der Dauer der Pflege oder Erziehung eines gemeinschaftlichen Kin-des, aus der Gestaltung von Haushaltsführung und Erwerbstätigkeit während der Ehe sowie aus der Dauer der Ehe ergeben (§ 1578 b Abs. 1 Satz 2, 3 BGB).&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;em&gt;aa) Das Berufungsgericht ist zutreffend davon ausgegangen, dass der Kläger als &lt;strong&gt;Unterhaltsschuldner&lt;/strong&gt;, der sich mit der Befristung auf eine prozessuale Einwendung beruft, die &lt;strong&gt;Darlegungs- und Beweislast &lt;/strong&gt;hinsichtlich der &lt;strong&gt;für eine Befristung &lt;/strong&gt;sprechenden Tatsachen trägt (Senatsurteil BGHZ 185, 1 = FamRZ 2010, 875 Rn. 18 mwN). In die &lt;strong&gt;Darlegungs- und Beweislast &lt;/strong&gt;des Unterhaltspflichtigen fällt grundsätzlich auch der &lt;strong&gt;Umstand&lt;/strong&gt;, dass dem Unterhaltsberechtigten &lt;strong&gt;keine ehebedingten Nachteile &lt;/strong&gt;im Sinne von § 1578 b BGB entstanden sind.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;em&gt;Die dem Unterhaltspflichtigen obliegende Darlegungs- und Beweislast erfährt &lt;strong&gt;jedoch Erleichterungen &lt;/strong&gt;nach den von der Rechtsprechung zum Beweis negativer Tatsachen entwickelten Grundsätzen. Entsprechend der - nach Erlass des Berufungsurteils weiterentwickelten - Rechtsprechung des Senats trifft den &lt;span style=&quot;font-size: small;&quot;&gt;Unterhaltsberechtigten im Einklang mit der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zum Beweis negativer Tatsachen eine &lt;strong&gt;sogenannte sekundäre Darlegungslast &lt;/strong&gt;(Senatsurteil BGHZ 185, 1 = FamRZ 2010, 875 Rn. 18 mwN). Diese hat im Rahmen von § 1578 b BGB zum Inhalt, dass der &lt;strong&gt;Unterhaltsberechtigte die Behauptung, es seien keine ehebedingten Nachteile entstanden, substanziiert bestreiten und seinerseits darlegen muss, welche konkreten ehebedingten Nachteile entstanden sein sollen.&lt;/strong&gt; Erst wenn das Vorbringen des &lt;strong&gt;Unterhaltsberechtigten diesen Anforderungen genügt&lt;/strong&gt;, müssen die vorgetragenen ehebedingten Nachteile &lt;strong&gt;vom Unterhaltspflichtigen widerlegt&lt;/strong&gt; werden (Senatsurteile BGHZ 185, 1 = FamRZ 2010, 875 Rn. 23 und vom 20. Oktober 2010 - XII ZR 53/09 - FamRZ 2010, 2059 Rn. 24).&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;&quot;&gt;Der Senat verkennt nicht, dass hierzu &lt;strong&gt;regelmäßig eine hypothetische Betrachtung&lt;/strong&gt; angestellt werden muss und diese gerade dann auf &lt;strong&gt;unsicherer Tatsachengrundlage &lt;/strong&gt;steht, wenn der Unterhaltsberechtigte bei Eheschließung noch am Beginn seiner beruflichen Entwicklung stand und die Ehe lange gedauert hat (vgl. Koch JR 2011, 304 f.). Diesbezügliche Schwierigkeiten sind aber im Rahmen der an die sekundäre Darlegungslast zu stellenden Anforderungen zu bewältigen, welche nicht überspannt werden dürfen (Senatsurteil vom 20. Okto- ber 2010 - XII ZR 53/09 - FamRZ 2010, 2059 Rn. 32 f.) und den Besonderheiten des Einzelfalls Rechnung tragen müssen. Insoweit besteht für die Tatsa-chengerichte zudem ein Spielraum durch die Anwendung von Erfahrungssätzen in dem jeweiligen Berufsfeld wie auch die Berücksichtigung tariflicher Regelungen. &lt;strong&gt;Dies entbindet &lt;/strong&gt;allerdings &lt;strong&gt;nicht von der Darlegung &lt;/strong&gt;konkreter beruflicher Entwicklungsmöglichkeiten und bei behauptetem beruflichen &lt;strong&gt;Aufstieg&lt;/strong&gt; zudem der entsprechenden &lt;strong&gt;Bereitschaft&lt;/strong&gt; und&lt;strong&gt; Eignung des Unterhaltsberechtigten&lt;/strong&gt; (vgl. Senatsurteil vom 20. Oktober 2010 - XII ZR 53/09 - FamRZ 2010, 2059 Rn. 33). Die&lt;strong&gt; Darlegungen müssen so konkret&lt;/strong&gt; sein, dass die für den Unterhaltsberechtigten seinerzeit vorhandenen beruflichen Entwicklungschancen und seine persönli&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;&quot;&gt;chen Fähigkeiten - etwa auch anhand vergleichbarer Karrieren - vom Familiengericht&lt;strong&gt; auf ihre Plausibilität überprüft werden können &lt;/strong&gt;und der &lt;strong&gt;Widerlegung durch den Unterhaltspflichtigen zugänglich&lt;/strong&gt; sind (Senatsurteile BGHZ 185, 1 = FamRZ 2010, 875 Rn. 23 und vom 20. Oktober 2010 - XII ZR 53/09 - FamRZ 2010, 2059 Rn. 24).&lt;/span&gt; &lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;em&gt;bb) Diesen Anforderungen an den substanziierten Vortrag ehebedingter Nachteile hat das Berufungsurteil nicht hinreichend Rechnung getragen. Nach dem vom Berufungsgericht zugrunde gelegten Vorbringen mangelt es an konkreten Darlegungen der Beklagten, welche beruflichen Nachteile ihr aufgrund der ehebedingten Berufspause entstanden sein sollen.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;em&gt;Das Berufungsgericht ist statt dessen ohne näheren Vortrag der Beklag-ten davon ausgegangen, dass das Entstehen ehebedingter Nachteile nicht ausgeschlossen werden könne, weil die Beklagte nicht (mehr) in der Lage sei, in dem von ihr einmal erlernten Beruf vollschichtig zu arbeiten, und die Möglich-keit offenbleibe, dass ihre Chancen im Erwerbsleben ohne Ehe und Kinderbe-treuung besser wären, als sie es tatsächlich seien. Eine solche Annahme wird in dieser Allgemeinheit aber den Anforderungen an einen substanziierten Sach-vortrag nicht gerecht. Sie wäre für den beweisbelasteten Kläger auch nicht in zumutbarer Weise zu widerlegen.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;em&gt;Hierzu hätte es vielmehr des Vorbringens der Beklagten bedurft, welche berufliche Entwicklung sie ohne die Eheschließung und die Übernahme der Hausfrauenrolle geplant oder zu erwarten gehabt hätte, welche Aufstiegs- und Qualifizierungsmöglichkeiten in ihrem speziellen Berufsfeld für sie bestanden hätten und ob sie hierfür eine genügende Bereitschaft aufgebracht hätte. Zudem ist in Rechnung zu stellen, dass sich &lt;strong&gt;aus anderen als in der ehelichen Rolllenverteilung begründeten Ursachen keine ehebedingten Nachteile ergeben &lt;/strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;&quot;&gt;&lt;strong&gt;können.&lt;/strong&gt; Insoweit hat das Berufungsgericht etwa angeführt, dass sich der Arbeitsmarkt in der Textilindustrie zunehmend verschlechtert habe, was jedenfalls gegen einen nachhaltigen Aufstieg der Beklagten im Beruf der Damenschneiderin sprechen dürfte. Zudem sind auch &lt;strong&gt;gesundheitlich bedingte Einschränkungen regelmäßig nicht ehebedingt &lt;/strong&gt;(vgl. Senatsurteile BGHZ 179, 43 = FamRZ 2009, 406 Rn. 33; vom 30. Juni 2010 - XII ZR 9/09 - FamRZ 2010, 1414 Rn. 18 und vom 7. Juli 2010 - XII ZR 157/08 - FamRZ 2011, 188 Rn. 20).&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;&quot;&gt;Bei der Annahme des Berufungsgerichts, die Beklagte hätte sich bei zunehmend verschlechterten Möglichkeiten ohne die eheliche Rollenverteilung schon früher für einen Wechsel in ihr heutiges Berufsfeld entschieden, mangelt es schon an einer konkreten Darstellung, welche besseren Entwicklungsmöglichkeiten in diesem Fall bestanden hätten. Auch insoweit ist der Beklagten eine konkrete Darlegung zumutbar. Ihr Vorbringen, dass sie ohne Eheschließung ihren Meister gemacht und sogar eine Leitungsposition in einer Textilfabrik erlangt hätte, hat das Berufungsgericht zwar bezweifelt, aber letztlich offengelassen, so dass es insoweit auch in der Revisionsinstanz nicht abschließend beurteilt werden kann.&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Mit ihrem vom Berufungsgericht zugrunde gelegten Sachvortrag hat die Beklagte demnach nicht ausreichend dargelegt, worin ein ehebedingter Nachteil liegen soll. &lt;/strong&gt;Falls die Beklagte, wie bereits im vorausgegangenen Urteil des Berufungsgerichts aus dem Jahr 2005 angenommen, außerhalb ihres jetzigen Tätigkeitsfelds nur als ungelernte Kraft vermittelbar wäre und dann kein höheres Einkommen erzielen könnte, fehlt es an einer Begründung, dass ihre heutige Arbeitsstelle ihr nicht das Einkommensniveau bietet, das sie ohne die eheliche Rollenverteilung erzielen könnte. Dass sie nur mit 30 Wochenstunden und nicht vollschichtig arbeiten muss, liegt nach den Feststellungen des Berufungsgerichts darin begründet, dass ihr wegen der fortbestehenden gesundheitlichen &lt;span style=&quot;font-size: small;&quot;&gt;Einschränkungen eine Ausdehnung ihrer Erwerbstätigkeit nicht zumutbar sei. &lt;strong&gt;Die gesundheitlichen Einschränkungen sind aber vom Berufungsgericht als ehebedingter Nachteil zutreffend ausgeschlossen worden.&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;em&gt;cc) Auf der Grundlage des bisherigen Vortrags der Beklagten durfte das Berufungsgericht nicht vom - nicht widerlegten - Bestehen ehebedingter Nachteile ausgehen.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;3.  Der BGH wiederholt nochmals, dass &quot;&lt;strong&gt;angemessener Lebensbedarf&lt;/strong&gt;&quot; mindestens das &lt;strong&gt;Existenzminimum&lt;/strong&gt; erreicht. Darunter geht nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;em&gt;(Zitat) &lt;span style=&quot;font-size: small;&quot;&gt;Gemäß der - ebenfalls nach dem angefochtenen Urteil ergan-genen - Rechtsprechung des Senats bemisst sich der angemessene Lebens-bedarf, der nach § 1578 b Abs. 1 BGB regelmäßig die Grenze für die Herabset-zung des nachehelichen Unterhalts bildet, nach dem Einkommen, das der un-terhaltsberechtigte Ehegatte ohne die Ehe und Kindererziehung aus eigenen Einkünften zur Verfügung hätte. Aus dem Begriff der Angemessenheit folgt aber zugleich, dass es sich grundsätzlich um einen Bedarf handeln muss, der das &lt;strong&gt;Existenzminimum wenigstens erreicht &lt;/strong&gt;Senatsurteile vom&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;&quot;&gt;&lt;em&gt;14. Oktober 2009 - XII ZR 146/08&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;&quot;&gt;17. Februar 2010 - XII ZR 140/08&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: justify; padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;&quot;&gt;29. Juni 2011 - XII ZR 157/09&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;&quot;&gt;4. Der BGH stellt fest, dass &lt;strong&gt;ehebedingte Nachteile nicht der einzige Grund &lt;/strong&gt;für nachehelichen Unterhalt sind. Weiter ist die Fortwirkung der &lt;strong&gt;&lt;a href=&quot;http://www.familienrecht-allgaeu.de/de/begrenzung-und-befristung-nachehelicher-unterhalt.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;nachehelichen Solidarität&lt;/a&gt; &lt;/strong&gt;Grund &lt;strong&gt;gegen&lt;/strong&gt; eine &lt;strong&gt;Herabsetzung oder Befristung&lt;/strong&gt;.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;blockquote style=&quot;margin-right: 0px;&quot; dir=&quot;ltr&quot;&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;(Zitat) &lt;span style=&quot;font-size: small;&quot;&gt;Ob bei fehlenden ehebedingten Nachteilen eine Herabsetzung des Unterhaltsbedarfs nach den ehelichen Lebensverhältnissen (§ 1578 Abs. 1 Satz 1 BGB) auf den angemessenen Lebensbedarf (§ 1578 b Abs. 1 Satz 1 BGB) in Betracht kommt, ist ge&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;&quot;&gt;mäß § 1578 b BGB vielmehr im Wege einer &lt;strong&gt;umfassenden Billigkeitsabwägung &lt;/strong&gt;zu bestimmen, die dem Tatrichter obliegt. Dabei ist auch eine &lt;strong&gt;über die Kompensation ehebedingter Nachteile hinausgehende nacheheliche Solidarität zu berücksichtigen&lt;/strong&gt; (Senatsurteile &lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;&quot;&gt;vom &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ul style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;&quot;&gt;6. Oktober 2010 - XII ZR 202/08&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;&quot;&gt;17. Februar 2010 - XII ZR 140/08&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;&quot;&gt;21. September 2011 - XII ZR 121/09&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;&quot;&gt;Das &lt;strong&gt;Maß der Solidarität bestimmt sich &lt;/strong&gt;neben der &lt;strong&gt;Ehedauer&lt;/strong&gt; vor allem durch die &lt;strong&gt;wirtschaftliche Verflechtung&lt;/strong&gt;, die durch&lt;strong&gt; Aufgabe einer eigenen Erwerbstätigkeit wegen &lt;/strong&gt;der Betreuung gemeinsamer &lt;strong&gt;Kinder&lt;/strong&gt; oder der &lt;strong&gt;Haushaltsführung&lt;/strong&gt; eingetreten ist und nicht zuletzt auch durch die von der Unterhaltsberechtigten &lt;strong&gt;erbrachte Lebensleistung &lt;/strong&gt;(Senatsurteil vom &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ul style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;&quot;&gt;30. Juni 2010 XII ZR 9/09 Rn. 28&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;&quot;&gt;Zudem sind - wie vom Berufungsgericht bereits praktiziert - die &lt;strong&gt;persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse der Parteien&lt;/strong&gt; einzubeziehen sowie die &lt;strong&gt;Dauer und Höhe &lt;/strong&gt;des &lt;strong&gt;bereits geleisteten Un&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;&quot;&gt;&lt;strong&gt;terhalts&lt;/strong&gt;. Damit ist nicht ausgeschlossen, dass sich das Berufungsurteil auch bei fehlenden ehebedingten Nachteilen nach erneuter Würdigung im Ergebnis als richtig erweist.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;&quot;&gt;ï»¿&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;</description>
	<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 01:07:00 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
    	<title>Begrenzung nachehelichen Unterhalts</title>
	<link>http://www.familienrecht-allgaeu.de/de/blog/begrenzung-nachehelichen-unterhalts.html</link>
	<guid>http://www.familienrecht-allgaeu.de/de/blog/begrenzung-nachehelichen-unterhalts.html</guid>
	<description>&lt;p&gt;Allgemein um Thema&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;../de/de/begrenzung-und-befristung-nachehelicher-unterhalt.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Klick hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;a href=&quot;../de/de/begrenzung-und-befristung-nachehelicher-unterhalt.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;BEGRENZUNG und BEFRISTUNG - NACHEHELICHER UNTERHALT&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt; &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;&lt;a href=&quot;http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;Art=en&amp;sid=1b2b174bb9ad39323f4820380c59a190&amp;nr=57673&amp;pos=0&amp;anz=2&amp;Blank=1.pdf&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;BGH vom 29. Juni 2011 - XII ZR 157/09&lt;/a&gt; &lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;h3&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Altersunterhalt &amp;ndash; nachträgliche Begrenzung und Befristung bestehender Unterhaltstitel&lt;/span&gt;&lt;/h3&gt;
&lt;h3&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;/h3&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Hinweis:&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt; um die Entscheidung richtig einzuordnen und verstehen zu können, empfehlen wir zur Einführung die Lektüre unserer Seite &quot;&lt;strong&gt;&lt;a href=&quot;http://www.familienrecht-allgaeu.de/de/nachehelicher-unterhalt.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Nachehelicher Unterhalt - Herabsetzung und Befristung&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&quot;. Der BGH hat hier entschieden, dass  der nacheheliche Unterhalt bis auf Null herabgesetzt werden kann, wenn &lt;strong&gt;keine ehebedingten Nachteile &lt;/strong&gt;die Zahlung von den nachehelichen Unterhalt rechtfertigen können und es fraglich erscheint ob der&lt;strong&gt; Grundsatz der nachehlichen Solidarität&lt;/strong&gt; noch eine Unterhaltsverpflichtung rechtfertigen kann. Im zu entscheidenen Fall hatte der Unterhaltspflichtige bereits fast 25 Jahre Unterhalt bezahlt.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt; &lt;/p&gt;
&lt;h3 style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Mitteilung der Pressestelle, Nr. 119/2011&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Der für das Familienrecht zuständige XII. Zivilsenat hat entschieden, unter welchen Voraussetzungen ein vor langer Zeit zwischen den geschiedenen Ehegatten vereinbarter&lt;strong&gt; Unterhaltsanspruch &lt;/strong&gt;nach Erreichen des Rentenalters &lt;strong&gt;noch begrenzt und/oder zeitlich befristet &lt;/strong&gt;werden kann.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Die Parteien schlossen im Jahre 1968 die kinderlos gebliebene Ehe. Der Ehemann war als Arzt, später als Chefarzt tätig. Die Ehefrau war bis 1970 als technische Assistentin beschäftigt und führte danach den ehelichen Haushalt. In 1980 trennten sich die Ehegatten. Von Juni 1981 an war die Ehefrau erneut als technische Assistentin (halbtags) beschäftigt; im Oktober 1983 gebar sie ein nicht vom Ehemann abstammendes Kind. Nach der Geburt war die Ehefrau nicht mehr berufstätig, sondern kümmerte sich um die Erziehung ihres Kindes.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Vor dem Familiengericht verpflichtete sich der Ehemann im Scheidungstermin am 20. Juni 1985 zur Zahlung eines nachehelichen Unterhalts von monatlich 3.500 DM (= 1.789,52 &amp;euro;) an die im Zeitpunkt der Scheidung 43jährige Ehefrau.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Nachdem die Ehefrau im Jahre 2006 das allgemeine Rentenalter erreicht hatte, hat der Ehemann &lt;strong&gt;Abänderungsklage&lt;/strong&gt; erhoben, zuletzt mit dem Begehren, den inzwischen als Altersunterhalt zu qualifizierenden &lt;strong&gt;Unterhaltsbetrag sowohl herabzusetzen als auch zeitlich zu befristen&lt;/strong&gt;. Das Familiengericht hat die Klage abgewiesen. Auf die Berufung des Klägers hat das Oberlandesgericht dem Herabsetzungsbegehren teilweise stattgegeben und das Befristungsverlangen zurückgewiesen.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Sowohl hinsichtlich einer weitergehenden Herabsetzung als auch hinsichtlich einer möglichen Befristung des nach der Herabsetzung ggf. noch verbleibenden Unterhaltsbetrages hatte die Revision des Ehemanns Erfolg.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Für den Zeitraum August 2006 bis 31. Dezember 2007 richtet sich die Frage der Herabsetzung des Unterhalts bereits nach altem Recht (§ 1578 Abs. 1 Satz 2 BGB aF*; jetzt § 1578 b Abs. 1 BGB**).&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Der Senat hat entschieden, dass die dort vorgesehene Herabsetzung auf den angemessenen Lebensbedarf bedeute, dass nur noch der Bedarf abgedeckt werde, den der Unterhaltsberechtigte ohne die Ehe zum jetzigen Zeitpunkt aus eigenen Einkünften zur Verfügung hätte. Hat der Unterhaltsberechtigte das Rentenalter erreicht, komme es darauf an, ob die tatsächlich erzielten Alterseinkünfte hinter denjenigen zurückbleiben, die er ohne die&lt;strong&gt; ehebedingte Einschränkung&lt;/strong&gt; seiner Berufstätigkeit an Alterseinkommen hätte erwerben können. Im vorliegenden Fall seien die während der Ehe entstandenen Nachteile vollständig durch den Versorgungsausgleich ausgeglichen. &lt;strong&gt;Die nach der Ehe erlittenen weiteren Einbußen seien unabhängig von der Ehe eingetreten&lt;/strong&gt;, da diese auf der Geburt und Betreuung eines außerehelichen Kindes beruhten. Bei hinweggedachter Ehe stünde der Ehefrau daher kein höheres als das tatsächlich vorhandene Alterseinkommen zur Verfügung. Der angemessene Lebensbedarf sei somit vollständig durch die vorhandenen Alterseinkünfte gedeckt, so dass der noch zu zahlende Unterhalt maximal bis auf Null herabgesetzt werden könne. Hierüber müsse das Berufungsgericht nach Billigkeitsgesichtspunkten erneut entscheiden, wobei auch eine teilweise oder stufenweise Herabsetzung möglich sei.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Sollte nach der Herabsetzung ein Restunterhalt verbleiben, sei für die Zeit ab 1. Januar 2008 auch die Frage der Befristung nach § 1578 b Abs. 2 BGB zu prüfen. Nach dieser am 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Vorschrift komme &amp;ndash; anders als nach der Vorgängervorschrift des § 1573 Abs. 5 BGB a F &amp;ndash; u. a. auch eine Befristung des Unterhalts wegen Alters in Betracht.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Eine Anpassung der Unterhaltsregelung an die neue Rechtslage sei nach § 36 Nr. 1 EGZPO*** zumutbar, wenn kein schützenswertes Vertrauen des Unterhaltsberechtigten entgegenstehe. Schutzwürdig sei das Vertrauen sowohl eines Unterhaltsberechtigten als auch eines Unterhaltsverpflichteten, der sich auf den Fortbestand der vormals getroffenen Regelung eingestellt hat. Dabei komme es maßgebend darauf an, ob der Unterhaltsberechtigte im berechtigten Vertrauen auf den weiteren Fortbestand des Unterhaltstitels Entscheidungen getroffen wie beispielsweise eine noch abzuzahlende Investition getätigt oder einen langfristigen Mietvertrag geschlossen habe. Geschützt sei also nicht generell das Vertrauen in den Fortbestand des Unterhalts, sondern vor allem das Vertrauen als Grundlage getroffener Entscheidungen, die nicht oder nicht sogleich rückgängig zu machen sind.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Die maßgeblichen Normen lauten wie folgt:&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;*§ 1578 BGB a. F. (Maß des Unterhalts)&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;(1) Das Maß des Unterhalts bestimmt sich nach den ehelichen Lebensverhältnissen. Die Bemessung des Unterhaltsanspruchs nach den ehelichen Lebensverhältnissen kann zeitlich begrenzt und danach auf den angemessenen Lebensbedarf abgestellt werden, soweit insbesondere unter Berücksichtigung der Dauer der Ehe sowie der Gestaltung von Haushaltsführung und Erwerbstätigkeit eine zeitlich unbegrenzte Bemessung nach Satz 1 unbillig wäre; dies gilt in der Regel nicht, wenn der Unterhaltsberechtigte nicht nur vorübergehend ein gemeinschaftliches Kind allein oder überwiegend betreut hat oder betreut. Die Zeit der Kindesbetreuung steht der Ehedauer gleich. Der Unterhalt umfasst den gesamten Lebensbedarf.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;...&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;**§ 1578 b BGB (Herabsetzung und zeitliche Begrenzung des Unterhalts wegen Unbilligkeit)&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;(1) Der Unterhaltsanspruch des geschiedenen Ehegatten ist auf den angemessenen Lebensbedarf herabzusetzen, wenn eine an den ehelichen Lebensverhältnissen orientierte Bemessung des Unterhaltsanspruchs auch unter Wahrung der Belange eines dem Berechtigten zur Pflege oder Erziehung anvertrauten gemeinschaftlichen Kindes unbillig wäre. Dabei ist insbesondere zu berücksichtigen, inwieweit durch die Ehe Nachteile im Hinblick auf die Möglichkeit eingetreten sind, für den eigenen Unterhalt zu sorgen. Solche Nachteile können sich vor allem aus der Dauer der Pflege oder Erziehung eines gemeinschaftlichen Kindes, aus der Gestaltung von Haushaltsführung und Erwerbstätigkeit während der Ehe sowie aus der Dauer der Ehe ergeben.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;(2) Der Unterhaltsanspruch des geschiedenen Ehegatten ist zeitlich zu begrenzen, wenn ein zeitlich unbegrenzter Unterhaltsanspruch auch unter Wahrung der Belange eines dem Berechtigten zur Pflege oder Erziehung anvertrauten gemeinschaftlichen Kindes unbillig wäre. Absatz 1 Satz 2 und 3 gilt entsprechend.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;(3) Herabsetzung und zeitliche Begrenzung des Unterhaltsanspruchs können miteinander verbunden werden.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;***§ 36 EGZPO&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Für das Gesetz zur Änderung des Unterhaltsrechts vom 21. Dezember 2007 (BGBl. I S. 3189) gelten folgende Übergangsvorschriften:&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Ist über den Unterhaltsanspruch vor dem 1. Januar 2008 rechtskräftig entschieden, ein vollstreckbarer Titel errichtet oder eine Unterhaltsvereinbarung getroffen worden, sind Umstände, die vor diesem Tag entstanden und durch das Gesetz zur Änderung des Unterhaltsrechts erheblich geworden sind, nur zu berücksichtigen, soweit eine wesentliche Änderung der Unterhaltsverpflichtung eintritt und die Änderung dem anderen Teil unter Berücksichtigung seines Vertrauens in die getroffene Regelung zumutbar ist.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&amp;hellip;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Urteil vom 29. Juni 2011 - XII ZR 157/09&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;AG Hamburg 285 F 258/06 - Urteil vom 13. Juli 2007&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;OLG Hamburg - 2 UF 90/07 - Urteil vom 3. September 2009&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Karlsruhe, den 30. Juni 2011&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Pressestelle des Bundesgerichtshofs &lt;br /&gt;76125 Karlsruhe&lt;br /&gt;Telefon (0721) 159-5013&lt;br /&gt;Telefax (0721) 159-5501&lt;/p&gt;</description>
	<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 00:02:00 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
    	<title>Auskunft im Unterhaltsrecht</title>
	<link>http://www.familienrecht-allgaeu.de/de/blog/auskunft-im-unterhaltsrecht.html</link>
	<guid>http://www.familienrecht-allgaeu.de/de/blog/auskunft-im-unterhaltsrecht.html</guid>
	<description>&lt;h2&gt;&lt;a href=&quot;http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;Art=en&amp;client=12&amp;nr=58529&amp;pos=0&amp;anz=1&amp;Blank=1.pdf&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;BGH, Urteil vom 09.11.2011 - XII ZR 136/09&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;h3&gt;Voraussetzungen für Auskunftsansprüche im Unterhaltsrecht nach Treu und Glauben.&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Der BGH bestätigt seine ständige Rechtsprechung, dass es im Unterhaltsecht neben den gesetzlich geregelten Fällen auch Auskunftsansprüche aus Treu und Glauben (§ 242 BGB) auf bestimmte Informationen geben kann. In seinem Urteil stellt der BGH nochmals die Voraussetzungen dar, wann ein solcher Auskunftsanspruch über die gesetzlich geregelten Fälle hinaus in Betracht kommt. Dies vorausgeschickt begründet der BGH, wann ein Scheinvater gegen die Mutter des Kindes, für das er Kindes- und Betreuungsunterhalt gezahlt hat, einen Anspruch auf Auskunft über die Identität der Männer hat, die der Mutter während der Empfängniszeit beigewohnt haben.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Die entscheidenden Passagen der Urteilsbegründung werden im Folgenden zitiert:  &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;em&gt;(&amp;hellip;)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;em&gt;Allerdings ergibt sich die Auskunftspflicht der Beklagten &lt;strong&gt;nicht bereits unmittelbar aus § 1605 BGB&lt;/strong&gt;. Danach sind Verwandte in gerader Linie einander verpflichtet, auf Verlangen über ihre &lt;strong&gt;Einkünfte&lt;/strong&gt; und ihr &lt;strong&gt;Vermögen Auskunft zu erteilen&lt;/strong&gt;, soweit dies zur Feststellung eines Unterhaltsanspruchs oder einer Unterhaltsverpflichtung erforderlich ist. Gleiches gilt durch die Verweisung in § 1615 l Abs. 3 Satz 1 BGB für das Unterhaltsrechtsverhältnis zwischen nicht verheirateten Eltern aus Anlass der Geburt ihres gemeinsamen Kindes. Diese ausdrücklich &lt;strong&gt;geregelten &lt;/strong&gt;materiell-rechtlichen &lt;strong&gt;Auskunftspflichten erstrecken sich lediglich auf Auskünfte über die Grundlagen der Einkommensermittlung&lt;/strong&gt;, nämlich die Einkommens- und Vermögensverhältnisse der Beteiligten, soweit dies zur Feststellung eines Unterhaltsanspruchs oder einer Unterhaltsverpflichtung erforderlich ist. &lt;strong&gt;Eine Auskunft zur Person des mutmaßlich leiblichen Elternteils nach erfolgreicher Vaterschaftsanfechtung ist danach nicht geschuldet&lt;/strong&gt;.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;em&gt;b) Neben den ausdrücklich im Gesetz geregelten Auskunftspflichten hat der Senat in ständiger Rechtsprechung &lt;strong&gt;auch eine Auskunftspflicht aus Treu und Glauben nach § 242 BGB anerkannt&lt;/strong&gt;, wenn die Beteiligten in einem gemeinsamen Unterhaltsrechtsverhältnis stehen, wechselseitig auf Kenntnis der Einkommensverhältnisse des anderen angewiesen sind und sich diese &lt;strong&gt;nicht auf zumutbare andere Weise verschaffen können&lt;/strong&gt; (Senatsurteile BGHZ 186, 13 = FamRZ 2011, 21 Rn. 13, 22 und vom 7. Mai 2003 - XII ZR 229/00 - FamRZ 2003, 1836, 1837; Wendl/Dose Das Unterhaltsrecht in der familienrichterlichen Praxis 8. Aufl. § 1 Rn. 1152, 1159).&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs gebieten es Treu und Glauben auch grundsätzlich, dem Anspruchsberechtigten einen Auskunftsanspruch zuzubilligen, wenn die zwischen den Parteien bestehenden Rechtsbeziehungen es mit sich bringen, dass der Anspruchsberechtigte in entschuldbarer Weise über das Bestehen oder den Umfang seines Rechts im Ungewissen ist, und der Verpflichtete in der Lage ist, unschwer die zur Beseitigung dieser Ungewissheit erforderlichen Auskünfte zu erteilen &lt;/strong&gt;(BGH Urteile vom 6. Februar 2007 - X ZR 117/04 - NJW 2007, 1806 Rn. 13; BGHZ 152, 307, 316 = NJW 2003, 582; BGHZ 148, 26, 30 = MDR 2002, 228; BGHZ 95, 285, 287 f. = NJW 1986, 1247; BGHZ 81, 21, 24 = NJW 1981, 2000 und BGHZ 10, 385, 387). Die dafür &lt;strong&gt;erforderliche rechtliche Beziehung &lt;/strong&gt;kann sich etwa aus Vertragsverhandlungen, dauernden &lt;strong&gt;Geschäftsverbindungen&lt;/strong&gt;, Nachwirkungen eines &lt;strong&gt;Vertrages&lt;/strong&gt; oder aus einem &lt;strong&gt;Nachbarschaftsverhältnis&lt;/strong&gt; ergeben (Palandt/Grüneberg BGB 70. Aufl. § 242 Rn. 3). Eine Sonderverbindung der beteiligten Personen, die eine Auskunftspflicht nach Treu und Glauben rechtfertigt, kann aber auch dann vorliegen, wenn ein &lt;strong&gt;sonstiges familienrechtliches Verhältnis&lt;/strong&gt; unmittelbar zwischen den Beteiligten besteht.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;em&gt;Ein solches Verhältnis besteht zwischen den Beteiligten auch dann, wenn der Mann seine Vaterschaft mit Zustimmung der Mutter anerkannt hatte. Durch diese gemeinsame Erklärung entsteht die rechtliche Vaterschaft, die die Eltern in vielfältiger Weise miteinander verbindet. Sowohl die unterhaltsrechtlichen Folgen des Vaterschaftsanerkenntnisses als auch dessen weitere Wirkungen begründen eine wechselseitige Auskunftspflicht hinsichtlich der Voraussetzungen der Vaterschaft. Die Beteiligten des Vaterschaftsanerkenntnisses schulden sich mithin wechselseitig Auskunft über die insoweit relevanten Umstände, wenn der Auskunftsberechtigte über wesentliche Informationen weder verfügt noch sich diese auf andere Weise beschaffen kann und der Auskunftspflichtige die erforderliche Auskunft unschwer erteilen kann. Diese wechselseitige Verpflichtung gilt auch dann fort, wenn die Vaterschaft nachträglich wirksam angefochten ist, soweit Rechtsfolgen des zunächst wirksamen Vaterschaftsanerkenntnisses betroffen sind. Schuldner des Auskunftsanspruchs ist zwar regelmäßig der Schuldner des über die Auskunft durchzusetzenden Hauptanspruchs. Aus Treu und Glauben kann sich allerdings auch eine Auskunftspflicht Dritter ergeben, die nicht Schuldner des Hauptanspruchs sind (Palandt/Grüneberg aaO § 260 Rn. 8; Neumann FPR 2011, 366, 367; so auch Eschenbruch/Klinkhammer/Wohlgemuth Der Unterhaltsprozess 5. Aufl. Kap. 4 Rn. 153).&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;em&gt;(&amp;hellip;)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;em&gt; &lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;em&gt;Außer seinem Auskunftsanspruch gegen die Beklagte hat der Kläger keine rechtliche Möglichkeit, den leiblichen Vater zu ermitteln. Zwar ist die Beklagte nicht Schuldnerin seines Anspruchs auf Unterhaltsregress. Im Hinblick auf ihr Verhalten im Zusammenhang mit dem Vaterschaftsanerkenntnis und der dadurch entstandenen familienrechtlichen Sonderverbindung schuldet sie dem Kläger gleichwohl Auskunft zur Person des mutmaßlich leiblichen Vaters ihres Kindes. Die Auskunft ist ihr nach den Feststellungen des Oberlandesgerichts auch unschwer möglich (vgl. insoweit BGH Urteil vom 6. Februar 2007 - X ZR 117/04 - NJW 2007, 1806). Sie kann dem Kläger jederzeit Auskunft zu der Person geben, die ihr während der Empfängniszeit außerdem beigewohnt hat. Hinzu kommt, dass die Beklagte nach den Feststellungen des Oberlandes-gerichts monatlichen Kindesunterhalt von dem mutmaßlich leiblichen Vater des Kindes erhält.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;(&amp;hellip;)&lt;/p&gt;</description>
	<pubDate>Tue, 13 Dec 2011 21:07:00 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
    	<title>Unterhalt und Rentenalter</title>
	<link>http://www.familienrecht-allgaeu.de/de/blog/unterhalt-und-rentenalter.html</link>
	<guid>http://www.familienrecht-allgaeu.de/de/blog/unterhalt-und-rentenalter.html</guid>
	<description>&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;  &lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt; &lt;/p&gt;
&lt;h2 style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt; &lt;a href=&quot;http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;Art=en&amp;sid=9c0cbb632c1b036f8faed0ea2ba8025f&amp;nr=25533&amp;pos=0&amp;anz=1&amp;Blank=1.pdf&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;BGH vom 29. Januar 2003 - XII ZR 92/01&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt; &lt;/span&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Der BGH stellt hier klar, dass auch &lt;strong&gt;Einkommensminderungen&lt;/strong&gt;, insbesondere solche die wegen Ausscheiden aus dem Berufleben und Übertritt in das &lt;strong&gt;Rentenalter mit Rentenbezug &lt;/strong&gt;auftreten, zu einer &lt;strong&gt;neuen Bedarfsermittlung führen. &lt;/strong&gt;Mit &lt;a href=&quot;http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;Art=en&amp;sid=3a6791802d9fc4b4dc8f651a45a17f2a&amp;nr=26028&amp;pos=0&amp;anz=1&amp;Blank=1.pdf&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Urteil vom 05.02.2003 - XII ZR 29/00 &lt;/a&gt;setzt der BGH diese Rechtsprechung fort.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Wesentliche Auszüge aus den Entscheidungsgründen werden im Folgenden zitiert:&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;(...)&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Zwar bestimmt sich der Bedarf des unterhaltsberechtigten Ehegatten nach den ehelichen Lebensverhältnissen (§ 1578 Abs. 1 Satz 1 BGB). Dieser Bezug schließt jedoch die Berücksichtigung nachehelicher Entwicklungen nicht aus. So können sich nach der Rechtsprechung des Senats Einkommensverbesserungen,die erst nach der Scheidung beim unterhaltspflichtigen Ehegatten&lt;span style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;eintreten, bedarfssteigernd auswirken, wenn ihnen eine Entwicklung zugrund liegt, die aus der Sicht &lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;zum Zeitpunkt der Scheidung mit hoher Wahrscheinlich&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;keit &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;zu erwarten war, und wenn diese Erwartung die ehelichen Lebensverhältnisse bereits geprägt hatte (vgl. etwa Senatsurteil vom 11. Februar 1987 - IVb ZR 20/86 - FamRZ 1987, 459, 460 m.w.N.). Umgekehrt können auch &lt;strong&gt;nach der Scheidung eintretende Einkommensminderungen&lt;/strong&gt; für die Bedarfsbemessung &lt;strong&gt;nicht grundsätzlich unberücksichtigt bleiben&lt;/strong&gt;, sofern sie nicht auf einer Verletzung der Erwerbsobliegenheit des Unterhaltsverpflichteten beruhen (vgl. Senatsurteil vom 18. März 1992 - XII ZR 23/91 - FamRZ 1992, 1045, 1047) oder durch freiwillige berufliche oder wirtschaftliche Dispositionen des Unterhaltsverpflichteten veranlaßt sind und von diesem durch zumutbare Vorsorge aufgefangen werden konnten &lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;(Senatsurteil vom 4. November 1987 - IVb ZR 81/86)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;(...)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Wie der Senat in vergleichbarem Zusammenhang ausgesprochen hat, müßte es auf Unverständnis stoßen, wenn beispielsweise eine nach der Trennung eintretende Arbeitslosigkeit des unterhaltsverpflichteten Ehegatten nicht schon die ehelichen Lebensverhältnisse, sondern erst seine Leistungsfähigkeit beeinflußte (Senatsurteil vom 23. Dezember 1987 - IVb ZR 108/86 - FamRZ 1988, 256,257).&lt;strong&gt; Für die dauerhafte Absenkung der Erwerbseinkünfte des Unterhaltsschuldners nach der Scheidung kann grundsätzlich nichts anderes gelten. Auch hier muß es der Unterhaltsberechtigte hinnehmen, daß der Bemessungsmaßstab für seinen Unterhaltsanspruch gegenüber den Verhältnissen im Zeitpunkt der Scheidung abgesunken ist &lt;/strong&gt;(vgl. Senatsurteil vom 13. April 1988 - IVb ZR 34/87 - FamRZ 1988, 705, 706 betr. Währungsverfall bei ausländischem Arbeitsentgelt).&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt; &lt;/p&gt;
&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;(...)&lt;/p&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;Allerdings hat der Senat in ständiger Rechtsprechung betont, daß für den nachehelichen Unterhaltsanspruch grundsätzlich die ehelichen Verhältnisse im Zeitpunkt der Scheidung maßgebend sind (etwa Senatsurteil vom 31. März 1982 - IVb ZR 661/80 - FamRZ 1982, 576, 577). Die Rechtskraft der Scheidung setzt gleichsam einen Endpunkt hinter eine gemeinsame wirtschaftliche Entwicklung mit der Folge, daß die für den Unterhalt maßgebenden Lebensverhältnisse nur durch das bis dahin nachhaltig erreichte Einkommen der Ehegatten bestimmt werden (etwa Senatsurteil vom 18. März 1992 aaO 1046). Von der Maßgeblichkeit des Scheidungszeitpunktes für die Berücksichtigung von Einkommenssteigerungen hat der Senat dabei Ausnahmen nach zwei Richtungen zugelassen: Zum einen muß eine dauerhafte Verbesserung der Einkommensverhältnisse, die nach der Trennung der Ehegatten, aber noch vor der Rechtskraft der Scheidung eintritt, für die Bemessung der ehelichen Lebensverhältnisse unberücksichtigt bleiben, wenn sie auf einer unerwarteten und vom Normalverlauf erheblich abweichenden Entwicklung beruht (Senatsurteil vom 31. März 1982 aaO 578) oder trennungsbedingt ist (etwa BGHZ 89, 108, 112 und Senatsurteil vom 19. Februar 1986 - IVb ZR 16/85 - FamRZ 1986, 439, 440). Zum andern muß, wie schon erwähnt, eine dauerhafte Verbesserung der Einkommensverhältnisse bei der Bemessung der ehelichen Lebensverhältnisse Berücksichtigung finden, wenn sie zwar erst nach der Scheidung eingetreten ist, wenn ihr aber eine Entwicklung zugrunde liegt, die bereits in der Ehe angelegt war und deren Erwartung die ehelichen Lebensverhältnisse bereits geprägt &lt;span style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;hatte (vgl. etwa Senatsurteil vom 11. Februar 1987 aaO). Beide Einschränkun&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;gen verdeutlichen das mit § 1578 Abs. 1 Satz 1 verfolgte gesetzgeberische Anliegen: eine Teilhabe des bedürftigen Ehegatten am Lebensstandard des unterhaltspflichtigen Ehegatten sicherzustellen, wenn und soweit er durch die gemeinsame Leistung der Ehegatten erreicht worden ist. Für eine nachteilige Veränderung in den wirtschaftlichen Verhältnissen des unterhaltspflichtigen Ehegatten lassen sich diese Überlegungen indes nicht nutzbar machen; denn insoweit geht es nicht um die Teilhabe an dem in der Ehe gemeinsam Erworbenen, sondern um die sachgerechte Verteilung einer durch Einkommensrückgang erzwungenen Schmälerung des Bedarfs. Der Senat hat die Frage, inwieweit der unterhaltsberechtigte Ehegatte das Risiko, den bis zur Scheidung erreichten Lebensstandard dauerhaft bewahren zu können, unterhaltsrechtlich mittragen muß, bislang nicht grundsätzlich entschieden (offengelassen im Senatsurteil vom 4. November 1987 aaO 148; tendenziell bejahend bereits Senatsurteil vom 13. April 1988 aaO 706). Er hat, wie gezeigt, allerdings klargestellt, daß eine Einkommensminderung beim unterhaltspflichtigen Ehegatten auf das Maß des Unterhalts nicht durchschlägt, wenn sie auf einer Verletzung der Erwerbsobliegenheit des Unterhaltsverpflichteten beruht (vgl. Senatsurteil vom 18. März 1992 aaO 1047) oder durch freiwillige berufliche oder wirtschaftliche Dispositionen des Unterhaltsverpflichteten veranlaßt ist und von diesem durch zumutbare Vorsorge aufgefangen werden konnte (Senatsurteil vom 4. November 1987 aaO 147). In seinem Urteil vom 16. Juni 1993 (XII ZR 49/92 - FamRZ 1993, 1304, 1305) hat der Senat darüber hinaus ausgeführt, daß bei der Bemessung der ehelichen Lebensverhältnisse auch ein nicht abzuwendender Einkommensrückgang beim unterhaltspflichtigen Ehegatten zu berücksichtigen sei, wenn sich die Ehegatten für die Bemessung der ehelichen Lebensverhältnisse auf diesen Einkommensrückgang auch bei fortbestehender Ehe hätten einrichten müssen. Dieser Gedanke erweist sich auch dann als richtig, wenn der Einkommensrückgang - anders als in dem entschiedenen Fall angenommen - nicht &lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;schon während bestehender Ehe vorauszusehen war. Die Anknüpfung der &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;nach § 1578 Abs. 1 Satz 1 BGB maßgebenden Umstände an den Zeitpunkt der Rechtskraft des Scheidungsurteils begründet schon nach ihrem Zweck für den unterhaltsberechtigten Ehegatten keine die früheren ehelichen Lebensverhältnisse unverändert fortschreibende Lebensstandardgarantie, deren Erfüllung nur in den Grenzen fehlender Leistungsfähigkeit des unterhaltsverpflichteten Ehegatten an dessen dauerhaft veränderte wirtschaftliche Verhältnisse angepaßt und nur insoweit auch &quot;nach unten korrigiert&quot; werden kann. Für eine solche Absicherung böte das Recht des nachehelichen Unterhalts, das - jedenfalls im Prinzip - nur die Risiken der mit Scheidung fehlgeschlagenen Lebensplanung der Ehegatten und der von ihnen in der Ehe praktizierten Arbeitsteilung angemessen ausgleichen will, keine gedankliche Rechtfertigung. Das Unterhaltsrecht will den bedürftigen Ehegatten nach der Scheidung wirtschaftlich im Grundsatz nicht besser stellen, als er sich ohne die Scheidung stünde. Bei fortbestehender Ehe hätte ein Ehegatte die negative Einkommensentwicklung seines Ehegatten wirtschaftlich mitzutragen; es ist nicht einzusehen, warum die Scheidung ihm das Risiko einer solchen - auch vom unterhaltspflichtigen Ehegatten hinzunehmenden - Entwicklung, wenn sie dauerhaft und vom Schuldner nicht durch die in Erfüllung seiner Erwerbsobliegenheit gebotenen Anstrengungen vermeidbar ist, abnehmen soll (vgl. auch Senatsurteil vom 13. April 1988 aaO).&lt;/span&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;/p&gt;</description>
	<pubDate>Mon, 05 Dec 2011 16:36:00 +0100</pubDate>
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    	<title>Trennungsunterhalt nach polnischem Recht</title>
	<link>http://www.familienrecht-allgaeu.de/de/blog/trennungsunterhalt-nach-polnischem-recht.html</link>
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	<description>&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Allgemein zum &lt;a href=&quot;../de/internationales-unterhaltsrecht.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;strong&gt;internationalen Unterhaltsrecht&lt;/strong&gt;: klicken Sie &lt;strong&gt;hier&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;&lt;strong&gt; &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Der BGH hat mit&lt;a href=&quot;http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;Art=en&amp;sid=2b1832082d4e6f874a8b5a4d5c78b4d3&amp;nr=23995&amp;pos=0&amp;anz=1&amp;Blank=1.pdf&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt; Urteil vom 13. 12. 2000 - XII ZR 278/98 &lt;/a&gt;zu dieser Frage Stellung bezogen. Die Entscheidung hier in Auszügen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(...)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für Sachverhalte mit Bezug zum Recht eines ausländischen Staates richtet sich die Frage, welches materielle Recht anwendbar ist, nach den Regeln des von Amts wegen anzuwendenden deutschen Kollisionsrechts, des EGBGB (Senatsurteil vom 7. April 1993 - XII ZR 266/91 - FamRZ 1993, 1051, 2306). Jedoch gehen Bestimmungen in völkerrechtlichen Vereinbarungen vor, soweit sie unmittelbar anwendbares innerstaatliches Recht geworden sind (Art. 3 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Satz 1 EGBGB). Ein solcher Vorrang gilt hier nach dem Haager Übereinkommen über das auf Unterhaltspflichten anwendbare Recht vom 2. Oktober 1973 (im folgenden: UÜbk. 73, BGBl. 1986 II 825 ff., für Deutschland in Kraft seit 1. April 1987, vgl. BGBl. II 1987, 225). Es geht demgemäß formell den Regeln des Art. 18 EGBGB vor, der allerdings inhaltlich mit denen des UÜbk. 73 übereinstimmt (Senatsurteil vom 27. März 1991 aaO 926). Das UÜbk. 73 wurde von Polen am 1. Mai 1996 ratifiziert, würde jedoch auch unabhängig davon gemäß Art. 3 des Abkommens im Verhältnis zu Nichtvertragsstaaten gelten (Palandt/Heldrich BGB 59. Aufl. Anh. zu Art. 18 EGBGB Rdn. 4 und 5; Johannsen/Henrich Eherecht 3. Aufl. Art. 18 EGBGB Rdn. 5; Wendl/Dose Das Unterhaltsrecht in der familienrichterlichen Praxis, 5. Aufl. § 7 Rdn. 1).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(...)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gemäß Art. 4 Abs. 1 UÜbk. 73 (= Art. 18 Abs. 1 Satz 1 EGBGB) bestimmt sich die Unterhaltspflicht nach den Sachvorschriften des am jeweiligen gewöhnlichen Aufenthalt des Unterhaltsberechtigten geltenden Rechts. Der gewöhnliche Aufenthalt einer Person ist dort, wo sie sozial integriert ist und ihren Lebensmittelpunkt, den Schwerpunkt ihrer Bindungen in familiärer oder beruflicher Hinsicht hat. Maßgebend sind die tatsächlichen Verhältnisse (vgl. Senatsbeschlüsse vom 3. Februar 1993 - XII ZB 93/90 - FamRZ 1993, 798, 800 und vom 29. Oktober 1980 - IV b ZB 586/80 - FamRZ 1981, 135, 136; Wendl/Dose aaO Rdn. 9). Vorliegend macht die Klägerin Trennungsunterhalt für die Zeit ab 1. April 1997 geltend. Unstreitig lebt sie seit ihrer Ausweisung im März 1997 in Polen, wo sie familiäre Bindungen hat und einem Beruf nachgeht. Daher richtet sich der Unterhaltsanspruch der Klägerin vorrangig nach polnischem Recht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Ausnahme, nämlich ein Rückgriff auf deutsches Recht, kommt dann in Betracht, wenn die Klägerin nach dem vorrangig berufenen polnischen Recht dem Grunde nach keinen Unterhalt erhalten kann (Art. 6 UÜbk. 73 = Art. &lt;a title=&quot;Art. 18 EGBGB: (weggefallen)&quot; rel=&quot;nofollow&quot; href=&quot;http://dejure.org/gesetze/EGBGB/18.html&quot;&gt;18&lt;/a&gt; Abs. 2 EGBGB). Persönliche und wirtschaftliche Gründe, etwa fehlende Bedürftigkeit des Berechtigten oder mangelnde Leistungsfähigkeit des Verpflichteten erfüllen diese Voraussetzung allerdings nicht (Johannsen/Henrich aaO Rdn. 11; Wendl/Dose aaO Rdn. 13 bis 15, 16).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Oberlandesgericht wird im weiteren Verfahren prüfen müssen, ob und unter welchen Voraussetzungen das polnische Recht einem getrenntlebenden Ehegatten einen Unterhaltsanspruch gewährt. Obwohl das polnische Recht einen solchen Anspruch nicht gesondert regelt, sondern nur die gegenseitige Verpflichtung der Ehegatten ausspricht, zur Deckung der Familienbedürfnisse beizutragen, ist ein Trennungsunterhaltsanspruch nicht von vornherein ausgeschlossen. Vielmehr wird er von den polnischen Gerichten aus dem Familienunterhaltsanspruch abgeleitet. Allerdings können die Trennung und die besonderen Umstände des Einzelfalles Einfluß auf Form und Umfang der Unterhaltspflicht haben (vgl. Unterhaltsrecht in Europa Teil 4: Polen, herausgegeben vom Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht 1983 S. 169 ff., insbesondere 171, 173; Gralla/Leonhardt Unterhaltsrecht in Osteuropa Studien des Instituts für Ostrecht 1989 Bd. 36 S. 146, 147; Wendl/Dose aaO Rdn. 97; OLG Hamm FamRZ 1994, 774, 775; OLG Koblenz FamRZ 1992, 1428, 1429). Ferner ist gegebenenfalls zu klären, inwieweit die Frage der Schuld an der Trennung nach der polnischen Rechtspraxis Einfluß auf den Unterhaltsanspruch hat (vgl. Unterhaltsrecht in Europa aaO S. 173; Gralla/Leonhardt aaO S. 147; OLGe Hamm und Koblenz ebenda).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(...)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zur Klärung dieser Fragen war die Sache an das Oberlandesgericht zurückzuverweisen. Im Rahmen der neuen Verhandlung werden die Parteien auch Gelegenheit haben, zu den inhaltlichen Voraussetzungen des polnischen Rechts vorzutragen.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Anmerkung:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;seit dem &lt;strong&gt;18.06.2011 &lt;/strong&gt;wurde Art. 18 EGBGB ersetzt durch das &lt;a href=&quot;http://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Downloads/DE/Bibliothek/Gesetzesmaterialien/17_wp/UnterhaltsverfahrensR/bgbl.pdf;jsessionid=8C6F1A57800404D889CA7203924E4EF4.2_cid134?__blob=publicationFile&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Gesetz zur Durchführung der Verordnung (EG) Nr.4/2009 und zur Neuordnung bestehender Aus- und Durchführungsbestimmungen auf dem Gebiet des internationalen Unterhaltsverfahrensrechts&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Dieses neue Gesetz enthält keine Regelung über das anzuwendende Unterhaltsstatut, sondern verweist in Art. 15 auf das &lt;a href=&quot;http://www.lrz.de/~Lorenz/material/ableu2009l331_17.pdf&quot; target=&quot;_self&quot;&gt;Haager Protokoll vom 23. November 2007 über das auf Unterhaltspflichten anzuwendende Recht&lt;/a&gt;. Daraus ergibt sich im Wesentlichen, dass weiter grundsätzlich an das Recht des gewöhnlichen Aufenthalts des Unterhaltsberechtigten angeknüpft wird (siehe dort § 3).&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Einen guten &lt;strong&gt;Überblick&lt;/strong&gt; zum &lt;strong&gt;polnischen Unterhaltsrecht &lt;/strong&gt;bietet das &lt;a href=&quot;http://ec.europa.eu/civiljustice/maintenance_claim/maintenance_claim_pol_de.htm&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;europäische justizielle Netz für Zivil- und Handelssachen der Europäischen Kommission&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;</description>
	<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 01:13:00 +0100</pubDate>
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