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Einkommen ermitteln | Leitfaden


 Einkommen

Leitfaden zur Einkommensermittlung

Standort: Startseite > Kanzlei für Familienrecht > Infothek > Leitfaden UnterhaltEinkommensermittlung > Formular zum Einkommen


Einkommen
Welches Einkommen ist unterhaltsrelevant?


» Bemessungsgrundlage

Das sog. unterhaltsrelevante Einkommen ist die > zentrale Bemessungsgrundlage für  jeden > Unterhaltsanspruch.
> Mehr 

» Einkommensermittlung

An keiner Stelle im 5. Buch des BGB (> Familienrecht) wird erklärt, wie das  Einkommen ermittelt wird. Unser Leitfaden dazu
> hier

Autor: Dr. Schröck - Kanzlei für Familienrecht

Leitfaden zur Einkommensermittlung

Links & Literatur


Einkommensbegriff


Nach ständiger Rechtpsrechung sind Einkommen im Sinne des Unterhaltsrechts alle tatsächlich zufließenden und verfügbaren Mittel (erzielbares Einkommen) einschließlich Sachbezüge und geldwerte Vorteile, unabhängig von der Einkommensart  und Zweckbestimmung ihrer Leistung (Strohal, unterhaltsrechtlich relevantes Einkommen bei Selbständigen, 2017). Es ist auf keinen Fall mit dem steuerlichen Einkommen gleichzusetzen. Im Unterhaltsrecht gilt als Einkommen, was


Einkommensdebatte


Leitlinien zum Einkommen

SÜDDEUTSCHE LEITLINIEN (SüdL)
zur Ermittlung des unterhaltsrelevanten Einkommens im süddeutschen Raum

Für die Frage, wie das unterhaltsrelevante Einkommen ermittelt wird, bietet die > Düsseldorfer Tabelle keine Hilfe (siehe dort Anmerkung A.3 und 4.). Um einer ausufernden Diskussion zu Fragen des unterhaltsrelevanten Einkommens vor den Instanzgerichten entgegenzuwirken, haben die übergeordneten Familiensenate für ihren jeweiligen OLG-Bezirk Richtlinien veröffentlicht, wobei diese sich wiederum an der Rechtsprechung des BGH orientiert. Bundesweit einheitliche Richtlinien gibt es nicht. Unsere Darstellungen basieren auf den > Leitlinien der Familiensenate in Süddeutschland (SüdL), die sich mit dem unterhaltsrelevanten Einkommen unter Ziff. 1 bis 10 SüdL beschäftigen. Außerhalb Süddeutschland gelten wiederum für jeden OLG-Bezirk andere Richtlinien.

BGH, Urteil vom 18.04.2012 - XII ZR 66/10, Rn. 18
Tabellen & Leitlinien sind Hilfsmittel

(Zitat) "Der Senat hat die dem Ziel einer gleichmäßigen Anwendung des Unterhaltsrechts zur Ausfüllung des unbestimmten Rechtsbegriffs des "angemessenen Unterhalts" dienende Festlegung der Unterhaltsbemessung in Unterhaltstabellen und -leitlinien grundsätzlich als in tatrichterlicher Verantwortung liegend gebilligt (vgl. Senatsurteil vom 19. Juli 2000 - XII ZR 161/98 - FamRZ 2000, 1492 mwN). Dazu gehört neben der Bestimmung der Bedarfssätze auch die damit im Zusammenhang stehende Festlegung, auf welchen Durchschnittsfall diese zugeschnitten sind, sofern gewährleistet ist, dass die Besonderheiten des Einzelfalls beachtet werden (vgl. auch Senatsurteil BGHZ 178, 79 = FamRZ 2008, 2189 Rn. 17 ff.)."


Einkommenszeitraum


Einkommensermittlung


Ermittlungsschritte

Die Ermittlung des unterhaltsrelevanten Einkommens gelingt am besten, wenn in folgenden Schritten vorgegangen wird:

Schritt: Das real verfügbare GesamteinkommenSchritt: Das fiktive EinkommenSchritt: EinkommenskorrekturenSchritt: Die EinkommensbereinigungSchritt: Erwerbstätigenbonus beim Ehegattenunterhalt


Erster Schritt
Reales Gesamteinkommen

Reale Einkünfte sind Einkünfte, die tatsächlich erzielt wurden. Das reale > Gesamtbruttoeinkommen ist Anknüpfungs- und Ausgangspunkt für die Unterhaltsberechnung. Über den Schritt der > Einkommensbereinigung ermittelt sich das reale Nettoeinkommen. Dieses ist in der Regel das auf der zweiten > Prüfungsebene zum Unterhaltsanspruch festzustellende > bedarfsprägende unterhaltsrelevante Nettoeinkommen ist. Doch damit ist noch lange nicht die  Einkommensdebatte voll erfasst oder gelöst. Jetzt beginnt das weite Feld möglicher unterhaltsspezifischer > Korrekturen.
> Mehr


Zweiter Schritt
Fiktives Einkommen

Die Unterhaltsermittlung ist geprägt von der Vielzahl möglicher > Einkommenskorrekturen. Dies erschwert Laien den > Zugang zum Unterhaltsrecht ungemein. Im Unterhaltsrecht gilt der Grundsatz der > Einkommensoptimierung: Wer weniger Einkommen erzielt, als ihm zugemutet werden kann, dem wird u.U. dieses erzielbare (> fiktive) Einkommen zugerechnet. Wenn er oder sie nicht so viel arbeitet, wie er so sie aus unterhaltsrechtlicher Sicht sollte (> Erwerbsobliegenheit), dann wird für die Unterhaltsberechnung ein > fiktives Einkommen und nicht nur das > reale Einkommen berücksichtigt.
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Dritter Schritt
Einkommenskorrekturen

Das "unterhaltsrelevante Einkommen" ist nicht das Nettoeinkommen, was auf Ihrem Gehaltszettel ausgewiesen und ausbezahlt wird. Das sog. "unterhaltsrelevante Einkommen" ist keine gesetzlich definierte Größe sonderm ein unbestimmter Rechtsbegriff.   Das unterhaltsrelevante Einkommen unterliegt dem Einfluss zahlreicher unterhaltsspezifischer Wertungskriterien, die eine nicht endende  Einkommensdebatte zur Folge hat. Eines der Hauptgründe für unterhaltsrechtliche Einkommenskorrekturen ist das sog. > Loyalitätsprinzip. Zahlreiche Korrekturen unterscheidlichster Art können in Betracht kommen.

Wegweiser zur Einkommenskorrektur


Vierter Schritt
Einkommensbereinigung

"Weniger Unterhalt mit legalen Abzügen!" - Dieser Schritt zur Reduzierung, d.h. > Bereinigung des unterhaltsrelevanten Einkommens, beschäftigt in der Praxis Unterhaltsgläubiger wie Unterhaltsschuldner am meisten. Dies mag u.a. auch daran liegen, dass der Einfluss von > fiktiven Einkünften auf die Höhe eines Unterhaltsanspruch weit weniger bekannt ist, als die Minimierung des Einkommens durch möglichst weitreichende Abzüge vom realen Bruttoeinkommen.
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Fünfter Schritt
Erwerbstätigenbonus

Wenn es um Ehegattenunterhalt geht, ist wegen des > Halbteilungsgrundsatzes das Gesamteinkommen der Ehegatten zu ermitteln. Ist zumindest einer der Ehegatten erwerbstätig, wird dessen Einkommen im fünften Schritt um den sog. > Erwerbstätigenbonus bereinigt.
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Links & Literatur

Links


Literatur